Di., 16.02.2016

Volleyball: 1. Damen-Bundesliga Barfield-Ausfall bei Köpenick ist ein Vorteil für den USC

Andrea Lakovic hat ihre Grippe überwunden und reiste mit dem USC nach Berlin.

Andrea Lakovic hat ihre Grippe überwunden und reiste mit dem USC nach Berlin. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Sechs Siege hat der USC Münster zuletzt in der Bundesliga aneinander gereiht. Der siebte soll am Mittwoch beim Köpenicker SC dazu kommen. Die Berliner gehen mit einem Handicap ins Spiel, der Gast mit großem Selbstvertrauen.

Von Thomas Rellmann

Der Kräfteverschleiß zu Beginn der nächsten englischen Woche war nicht gering beim USC Münster. Gegen den VC Wiesbaden stand das glückliche Ende mit einem 3:2-Sieg, aber eben auch die volle Dröhnung über zwei Stunden und fünf Sätze. Und bereits am Mittwoch (19 Uhr) geht es beim Köpenicker SC weiter.

Es ist das achte Liga-Spiel seit dem 17. Januar, also in gut einem Monat. Und der Gastgeber ist nicht von Pappe. Vor der 1:3-Niederlage in Aachen gewannen die Hauptstädter fünf Partien am Stück, sie und vier weitere Teams streiten wohl um noch drei freie Play-off-Plätze. Allerdings hat sich Lauren Barfield, die überragende Mittelblockerin und Angreiferin beim KSC, die immerhin 1,96 Meter misst, den Finger gebrochen. Sie fehlte schon bei der Pleite am Wochenende. „Für uns macht es ihr Ausfall leichter, Aachen hat vorgemacht, wie es geht“, sagt USC-Trainer Andreas Vollmer, der wieder auf die genesene Andrea Lakovic setzen kann und nur Hanna Orthmann (Schule) am Dienstagnachmittag nicht im Bus nach Berlin begrüßte.

Keine ernsthaften Blessuren

Immerhin beklagten die Münsteraner nach dem Sonntagskrimi keine ernsthaften Blessuren. „Wenn man gewinnt, beschleunigt das die Regeneration immer“, sagt der Coach. Seine Detailanalyse bekräftigte ihn in der Gewissheit, ein Team anzuleiten, das sich vor allem über die Breite trägt. „Es gab keine herausstechende Figur, sondern viele haben ihren Teil zur Wende beigetragen. Wiesbaden hat viele Bälle zurückgebracht, kaum Eigenfehler gemacht, aber am Ende hat sich unsere Qualität durchgesetzt.“

Was den 48-Jährigen besonders freute: Gerade in den Sätzen drei und vier, als es ganz eng zuging (im Tiebreak ja sowieso), war die Mannschaft voll auf der Höhe, bewies mentale Stärke. Ein Trumpf, der mit Blick auf das nahende Viertelfinale von Bedeutung sein kann.

„Nur wenig Zeit“

So weit gehen Vollmers Gedanken aber im Augenblick noch gar nicht. „Wir haben momentan ja immer nur ganz wenig Zeit bis zum nächsten Spiel. Die müssen wir für die optimale Vorbereitung nutzen.“ Das Restprogramm ist kein Thema für die Mannschaft, der Trainer gibt sich allerdings kampfeslustig. „Von Rang drei bis fünf ist alles drin. Und selbst Schwerin ist nicht uneinholbar.“ Beim Tabellenzweiten, Sonntag Münsters Gast, fehlt derzeit Zuspielerin Denise Hanke. Für den USC-Coach ist klar: je besser die Platzierung nach der Hauptrunde desto besser die Karten in den Play-offs. Ein Sieg in Berlin würde sie weiter verbessern.

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