Mi., 17.02.2016

Fußball: Bezirksliga Westfalia in der Pole-Position, Wacker wandelt am Abgrund

Nach seiner Knieverletzung wieder an Bord der Westfalia: Jan Knemeyer (re.) steigt in der zweiten Saisonhälfte wieder ein.

Nach seiner Knieverletzung wieder an Bord der Westfalia: Jan Knemeyer (re.) steigt in der zweiten Saisonhälfte wieder ein. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Am Sonntag geht‘s wieder los auf den Amateurfußball-Plätzen. In der Bezirksliga 12 kämpft Westfalia Kinderhaus als Spitzenreiter um den Titel, der 1. FC Gievenbeck II spielt eine gute Rolle – und Wacker Mecklenbeck droht konkret der Abstieg.

Von Sohrab Dabir

Westfalia Kinderhaus :

Tabellenführer nach der Hinrunde, das beste Torverhältnis und vier Punkte Vorsprung auf den Verfolger. Westfalia Kinderhaus hat für die kommende n Monate große Ziele.

Eine Vorbereitung wie bei den Profis – in diesen Genuss kamen die Kicker aus dem Norden der Stadt beim Trainingslager in der Türkei. „Das war schon eine tolle Sache“, resümierte Trainer Frank Busch. „Wir wurden hofiert wie die Profis. Der absolute Hammer.“ Am Wochenende beginnt nun der Alltag im kalten Deutschland gegen den Tabellenachten TuS Recke. „Zufrieden“ zeigte sich Busch auch mit den Eindrücken in der Heimat. Aus den beiden Freundschaftsspielen ging zwar kein Sieg hervor (0:0 in Drensteinfurt und 1:4 gegen die TSG Dülmen), es konnte aber an Feinheiten gearbeitet werden. „Vergangene Saison haben wir viele Gegentore kassiert, das haben wir in der Hinrunde in den Griff bekommen“ so Busch.

Planen kann der Coach mit dem gesamten Kader. Mit Außenverteidiger Fabian Stelzig kommt zudem ein Langzeitverletzter wieder zurück. Auch Jan Knemeyer ist nach seiner Knieverletzung im Training.

Die Kinderhauser gehen als Tabellenführer mit viel Selbstbewusstsein in die kommenden Monate. „Diese Position zu bestätigen“, sagt Busch, „wäre eine Riesensache.“ Dass dies keine einfache Aufgabe wird, weiß der Coach. „Das wird ein Hauen und Stechen. Wir werden auch das nötige Glück benötigen.“ Das Wort „Aufstieg“ habe der Trainer aus der Kabine verbannt. Volle Konzentration auf die einzelnen Aufgaben. Druck macht er seiner Mannschaft nicht. „Platz eins ist kein Muss.“

1. FC Gievenbeck II :

Das zweite Bezirksliga-Jahr läuft für den 1. FC Gievenbeck II erfreulich. Platz vier stand nach der Hinrunde. Diese Position soll nun behauptet werden.

Zuversicht geben die Vorbereitungsspiele: 4:1 gegen Landesligist SV Herbern und 1:0 gegen den VfL Senden. Niederlagen gegen vermeintlich kleinere Gegner seien jedoch Warnung, dass „wir unsere Leistung in jedem Spiel abrufen müssen“, sagt Coach Stephan Zurfähr, der am Saisonende geht, sein Team aber zunächst taktisch flexibler machen will.

Roman Ueberfeld und Henry Rosenthal wechselten zu Borussia Münster. Torwart Max Wulfert zog sich einen Handbruch zu. Alexander Beilenhoff und Julian Canisius verpassen den Start wohl wie auch Daniel Golparvari.

„Vom Auftakt hängt viel ab“, so Zurfähr. Mit seinem Team erwartet er am Sonntag Borussia Emsdetten, den Tabellenzweiten, im Sportpark. Der Coach sagt: „Wir sind in der Lage, die Gegner von oben zu schlagen.“

Wacker Mecklenbeck :

Als Vorletzter der Tabelle und mit großen Personalsorgen startet Wacker Mecklenbeck in die Rückrunde der Bezirksliga.

Die Mecklenbecker gehen zurzeit auf dem Zahnfleisch. Trainer Andreas Höppners Reaktion auf die Frage nach dem Personal: „Ach, du meine Güte.“ Vom 27-Mann-Kader stehen aktuell nur elf zur Verfügung. Bei den Testspielen konnte der Feuerwehrmann mit Mühe eine Mannschaft aufs Feld schicken. „So bekomme ich das Team nicht fit.“

„Natürlich muss man es akzeptieren, wenn jemand andere Prioritäten hat. Dann muss man sich aber nicht wundern, in unteren Ligen zu kicken.“ Wie er im Abstiegsduell beim SC Greven 09 elf Spieler auf den Platz bekommen will, weiß der Coach noch nicht. „Zur Not stelle ich mich selbst auf.“

Mit nur zehn Punkten aus 16 Spielen steht für Wacker Platz 15 zu Buche – der Abstieg droht. Höppner weiß, „was das Stündchen geschlagen hat“. Ein kleines Wunder müsse her, um den Abschied aus der Liga zu vermeiden, so der Coach, der die Hoffnung dennoch nicht aufgibt.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3813297?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F