Mi., 17.02.2016

Fußball: Landesliga Dietrich geht – Celebic kommt sofort zum SC Münster 08

Münster - 

Wenige Tage vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft gibt es einen Trainerwechsel beim SC Münster 08. Jens Dietrich gibt seinen Posten schon jetzt an Mirsad Celebic ab, der ihn eigentlich erst im Sommer beerben sollte. So oder so steht der Aufsteiger vor einer knüppelharten Restsaison.

Von Uwe Niemeyer

Paukenschlag beim SC Münster 08: Mirsad Celebic löst schon jetzt Jens Dietrich und Thomas Scheck auf der Trainerbank ab. Der Blick auf den tabellarischen Wasserstand verdeutlicht die angespannte Situation. Noch aber herrscht kein „Land unter“ bei den Kanalfußballern, die mit einem Zwei-Punkte-Polster in den zweiten Saisonteil starten. Nicht üppig, aber immerhin.

Allerdings sorgt die zurückliegende Winter-Vorbereitung nicht gerade für ein Stimmungshoch. „Das war nicht optimal“, zog Dietrich folglich auch eine eher nüchterne Bilanz. Der Coach konnte aufgrund von Verletzungen oder Krankheit nicht auf den gesamten Kader zurückgreifen. Am Mittwoch reagierte die Abteilungsspitze und schuf Fakten: „Wir haben mit den aktuellen Trainern wirklich gute und einvernehmliche Gespräche geführt und sind zum Entschluss gekommen, dass aufgrund von persönlichen Angelegenheiten die Trainertätigkeit schon jetzt beendet werden musste“, teilte Burkhard Reiling per Mail mit. „Ab sofort werden Mirsad Celebic und Hendrik Arenskötter (bisher Betreuer) das Traineramt übernehmen.“ Der Wechsel des ehemaligen Jugendtrainers (U 16) des SC Preußen, Celebic, zu Nullacht war ursprünglich zum Saisonende geplant und bekannt gemacht.

Systemcheck bei Primus Roxel

Zum Re-Start befindet sich der BSV Roxel dort, wo andere gerne stehen möchten: ganz oben. Ein Zustand, der Bestand haben soll. „Natürlich wollen wir so lange wie möglich diesen Platz verteidigen“, schickt Trainer Carsten Winkler eine kleine Kampfansage auf den Weg Richtung Konkurrenz.Das wohl auch, weil die Vorbereitung optimal verlief, keine Wünsche offen ließ. „Hervorragend“, bemüht der Coach nur eine Vokabel, um die letzten Wochen zu beurteilen. Die Kunde, dass er den BSV im Sommer Richtung Hiltrup verlässt, blieb ohne negative Wirkung. „Wir wollen uns nichts nachsagen lassen. Wir werden so arbeiten, als wenn wir noch die nächsten zwei oder drei Jahre bleiben würden.“ Zudem verzeichnete der Tabellenführer eine hohe Trainingsbeteiligung. Und in den Übungsstunden wurde weiter am Team gefeilt. „Wir haben ein bisschen verändert, sind im System nun variabler“, verrät Winkler. Im ersten Saisonabschnitt stets in einem 4-2-3-1 ausgerichtet, hat seine Mannschaft nun alternativ ein 4-3-3 eingeübt, zudem die Möglichkeit, von Mittelfeld- auf Angriffspressing umzuschalten.Dabei kann der BSV auf einen nahezu kompletten Kader bauen. Sven Thiemann, ohnehin bis November gesperrt, ist zu seinem Stammverein Borussia Darup zurückgekehrt. Neue Akteure heuerten in der Winterpause nicht an. Jens Könemann (Wade), Sven Saerbeck (Schulter) und Aljosch Groß (Pfeiffersches Drüsenfieber) fallen zum Wiederbeginn jedoch aus.Was an den Erwartungen wenig ändert. „Wenn uns die Umsetzung gelingt, kann es rosig werden. Wir müssen sehen, wie wir aus der Pause kommen“, weiß Winkler. „Die ersten Ergebnisse müssen passen.“ Auch, um keine Kritik an der Systemsteuerung aufkommen zu lassen.

Der SCP habe im Sinne gutnachbarlicher Beziehungen Celebic die Möglichkeit geben, den Landesligisten schon jetzt zu übernehmen, hieß es in der Mitteilung. Dietrich bestätigte die Einvernehmlichkeit der jetzt getroffenen Entscheidung und auch seine ins Feld geführten persönlichen Gründe. Er werde fortan die Junioren aus der U 14 des Clubs trainieren. Der 34-Jährige hatte die Erste im Juli 2015 als Cheftrainer übernommen.

Zum Rückrundenstart: Zwar konnten die Nullachter mit Mark Behling (von GW Gelmer) und Patrick Broszat (Hombrucher SV) zwei Neuzugänge gewinnen. Gleichzeitig fällt die Verletztenliste jedoch lang aus. Yannick Johannknecht ist ebenso verletzt wie Jonas Bodin und Nico Rehberg. Kapitän Sven Annas muss ebenfalls passen. An der Erwartungshaltung hat auch die Winterpause nichts geändert. Der Klassenerhalt genießt oberste Priorität – jetzt mit einem neuen Trainergespann.

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