Fr., 19.02.2016

Fußball: 3. Liga Preußen Münster mit Chance zur Wiedergutmachung

Gleich wieder gefordert: Chris Philipps (links), hier im Zweikampf mit dem Würzburger Elia Soriano.

Gleich wieder gefordert: Chris Philipps (links), hier im Zweikampf mit dem Würzburger Elia Soriano. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Nach zwei Niederlagen gegen Halle und in Würzburg will der SC Preußen Münster beim Gastspiel gegen Werder Bremen II am Samstag wieder erfolgreich sein. Trainer Horst Steffen will jedenfalls nicht wieder im Bus „gefoltert“ werden.

Von Alexander Heflik

In der Tat muss bei Horst Steffen nachgefragt werden, ob er gerade einen Rüffel verteilt hat oder nicht. Denn der Trainer des SC Preußen Münster ist immer sehr freundlich. Also war die Frage am Freitag, vor dem Training und in Anbetracht des Auswärtsspiels bei Werder Bremen II, ob Simon Scherder gemeint sei. „Ja, das war ein Rüffel. Ich erwarte von einem Spieler, dass er mich gleich informiert.“

Passiert war folgendes: Der über ein halbes Jahr verletzte Scherder hatte nach einer erneuten Blessur am operierten Knie am Donnerstag vom behandelnden Arzt das Ausmaß der neuen Verletzung geschildert bekommen – und dann nicht sofort Steffen informiert, er musste den Spieler selbst anrufen, um die Neuigkeit zu erfahren. Das gab Ärger, aber auch die frohe Kunde vom SCP-Coach Steffen: „Nach drei, vier Wochen Aufbautraining kann er wieder zur Mannschaft stoßen.“ Also keine unendliche Geschichte beim Preußen-Urgestein, der erst 22 Jahre alt ist.

Unnötige Verwarnungen

Es war ein Zeichen dafür, dass Steffen noch an vielen Stellschrauben zu drehen hat, dass ihn Kleinigkeiten stören, wie zuletzt auch die unnötige Gelbe Karte für Abdenour Amachaibou beim 0:1 gegen Halle.

So gesehen dürfte der 46-Jährige auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel in Würzburg wie ein Vulkan gebrodelt haben. Er sah sich allein die 0:3-Pleite am Laptop an. Die Spieler wurden davon nächtens verschont: „Sie wissen, dass sie vieles falsch gemacht haben, das müssen sie nicht noch auf der Busfahrt anschauen. Das wäre Folter gewesen.“ Erst am Tag danach gab es einen Zusammenschnitt von wichtigen Sequenzen. Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt seinen Lehrlingen nicht, schnelle Lektionen tun not, denn: „Das ist blöd, weil wir sofort Ergebnisse benötigen.“

Mieses Karma

Die Bilanz des SC Preußen Münster gegen Werder Bremen, Erstvertretung, ist erwartungsgemäß nicht so toll. In fünf Pflichtspielvergleichen gab es nur einen Sieg mit dem 4:2 im DFB-Pokal nach Verlängerung im Jahr 2012. Aber richtig mieses Karma hat die Ausbeute des SCP gegen Werder Bremen II, wobei die Preußen auf dem legendären Platz 11 in sieben Anläufen noch nie gewonnen haben. Seit der Saison 2000/01 traten die Teams häufiger gegeneinander an, aus 15 Vergleichen wurde der SC Preußen nur zwei Mal als Sieger hervorgestrichen.

►  16. Dezember 2000 (Regionalliga Nord): Preußen – Werder II 2:1. – Tore: Martin Przondziono und Marek Lesniak für Münster; Björn Schierenbeck für Bremen.

►  5. September 2015 (3. Liga): Preußen – Werder II 3:1. – Tore: Amaury Bischoff, Mehmet Kara, Danilo Wiebe für Münster; Rafael Kazior für Bremen.

►  Bilanz (15 Spiele): Zwei Siege für Preußen, acht Unentschieden, fünf Siege für Bremen. Münster mit negativer Torbilanz von 16:23.

Werder-Bubis nicht unterschätzen

Hier zum Beispiel: Am Samstag (14 Uhr) steht auf Platz 11 des Weserstadions das Spiel bei Werder Bremen II auf dem Programm. Klare Sache eigentlich beim Rang-15. für die Preußen. Steffen: „Die Jungs können alle zocken, sind viel unterwegs.“ Es ist ein Lob für die Werder-Bubis, und bezieht sich nur auf den Fußballplatz.

Beim SCP fällt Amaury Bischoff weiter aus, Mehmet Kara ist Gelb-gesperrt, Marc Heitmeier meldete sich am Donnerstag zurück und dürfte erste Wahl in der Innenverteidigung sein.►  Münster: Lomb – Kopplin, Pischorn, Heitmeier, Müller – Wiebe, Philipps, Schwarz – Hoffmann, Grimaldi, Amachaibou.

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