Fr., 19.02.2016

Fußball: Westfalenliga Platz zwei soll dem FC Gievenbeck als Ansporn dienen

Immer da, immer nah: Gievenbeck (Sascha Brinker/l.) und der TuS Hiltrup (Robin Wellermann).

Immer da, immer nah: Gievenbeck (Sascha Brinker/l.) und der TuS Hiltrup (Robin Wellermann). Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Der schwerste Gegner des FC Gievenbeck im langen Liga-Showdown ist die tabellarische Lage jenseits von Gut und Böse. Jetzt ist Trainer Benni Heeke als Motivationskünstler gefragt.

Von Thomas Rellmann

Nach unten viel Polster, nach oben kaum Aussichten. Ganz so leicht wird es für den 1. FC Gievenbeck nicht, seinen Kader zu 100 Prozent zu motivieren. Nicht nur deshalb haben die Verantwortlichen zu einem Kniff gegriffen.

Vorbereitung

Den Ergebnissen nach hat sich der FCG klar gesteigert. Nach Pleiten gegen Lotte (0:6) und die U 19 der Preußen (2:3) folgten zuletzt Siege über Lengerich (3:2) und die Erzrivalen Münster 08 (4:0) und Hiltrup (4:3). „Mir ist es ganz recht, dass wir nicht alles gewonnen haben“, sagt Trainer Benjamin Heeke, der mit seinen Schützlingen viel im spielerischen Bereich gearbeitet hat, allerdings trotz guter Platzverhältnisse meist nur 13, 14 Leute im Training hatte (Klausuren, Verletzungene, Krankheit). „Wir werden anders auflaufen als in der Hinrunde“, verspricht der 31-Jährige. Wie genau – das bleibt noch sein Geheimnis.

Personal

Mikhail Fedorov hat sich wieder verabschiedet, Kay Göttsch fast die gesamte Vorbereitung verpasst. Zuletzt war mit Sascha Brinker auch der zweite Routinier nicht verfügbar. Verlängert hat der Club bisher mit keinem einzigen Akteur (und auch nicht mit dem Coach). Das liegt daran, dass die Mitgliederversammlung im März als Zäsur ihre Schatten vo­rauswirft. „Aber wir haben die Gespräche bisher auch bewusst nach hinten gestellt, um die Spannung hochzuhalten“, sagt Heeke. „Andere halten das für riskant, aber ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass alle Spieler wissen, dass sie sich auf uns verlassen können.“ Der FCG plant spät, aber solide.

Perspektive

Platz zwei hat der FCG im Auge, trotz der derzeit sieben Punkte Rückstand auf den Delbrücker SC. Nicht, weil bei glücklicher Fügung noch eine Relegation zur Oberliga denkbar ist, sondern einfach, um ein Ziel zu haben. „Ich weiß, das ist vielleicht ein Alibi, aber theoretisch ist es machbar. Und ich kann ja nicht immer sagen, dass wir vor Hiltrup landen wollen“, sagt Heeke, der überzeugt ist, dass seine Schützlinge das Ziel und den Weg dorthin auch annehmen werden und mit allen Mitteln umsetzen wollen.



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