So., 21.02.2016

Fußball: A-Junioren-Bundesliga 3:4 nach 0:4 – Preußen-Aufholjagd gegen Düsseldorf ungekrönt

Mauritz Mißner fliegt vergeblich: Vier Mal hatte der Preußen-Keeper zu diesem Zeitpunkt bereits hinter sich greifen müssen, diesmal rettete das Aluminium.

Mauritz Mißner fliegt vergeblich: Vier Mal hatte der Preußen-Keeper zu diesem Zeitpunkt bereits hinter sich greifen müssen, diesmal rettete das Aluminium. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Beim Bundesliga-Spiel zwischen Preußen Münster und Fortuna Düsseldorf musste man als Zuschauer die Nase in den Wind halten – dann konnte man am richtigen Tor stehen und sieben Treffer sehen. Vier für Düsseldorf, drei für Münster – alle mit Rückenwind in den gleichen Kasten. Am Ende stand es 3:4.

Von Thomas Austermann

Vom Gegenwind und einer bärenstarken Düsseldorfer Fortuna wurden die Bundesliga-A-Junioren des SC Preußen Münster zerzaust – eine Halbzeit lang. Beim 3:4 (0:4) zeigten die hiesigen Fußballer mit Wind im Rücken die notwendige Reaktion und bäumten sich sehenswert auf. Zum Punkt reichte es nicht mehr.

Dass der Rangvierte, der in zuvor 16 Partien nur 16 Gegentore kassierte, individuelle und mannschaftliche Qualität hat, zeigte er vom Anpfiff weg und nahm den Vorteil des natürlichen Anschubs gerne mit. Den direkt Hellwachen ließen die Preußen viel zu viel Raum. Hayrullah Alici marschierte ungestört durch die Zentrale und traf per Aufsetzer (6.), Münsters Kapitän Orkun Koymali unterlief unter Druck ein Eigentor (8.). Außenverteidiger Jonas Haub köpfte, weil Preußen-Torwart Mauritz Mißner patzte, mühelos ein (16.). Restlos verunsichert „gelang uns nichts vom dem, was wir uns vorgenommen hatten“, erlebte Trainer Cihan Tasdelen eine Phase zum Vergessen. Dabei war er zuversichtlich, dass die zum dritten Mal unveränderte Formation die richtige für die nahe Zukunft sei. Düsseldorfs Tim Galleski legte, ebenfalls frei in der Zentrale, noch nach (23.). Tasdelen baute die Elf um, setzte Koymali vor die Kette und den groß gewachsenen Jannik Enning in dieselbe. Die Fortuna, deren Aufbau der starke Lewis Biade Antebe organisierte, zog weiter ihr griffiges Laufspiel auf und hätte noch öfter treffen können.

Aufholjagd

Aber dann war Schluss mit lustig: Nach dem Wechsel wurden die Preußen-Attacken angeschoben, und mit dem 1:4 durch Koymalis Elfmetertor (53.) ging ein Ruck durch die Reihen. Jetzt flatterte den in die Defensive gedrängten Gästen das Hemd, die Hausherren drückten energisch aufs Tempo. Tobias Warschewski gelang im Nachsetzen das 2:4 (57.), dem Stürmerkollege Maximilian Wüst gar das 3:4 (61.) folgen ließ, als ein langer Ball über die Kette sprang. Die ließ sich aber nicht noch einmal überwinden, vielmehr retteten die Preußen zweimal auf ihrer Torlinie, während Warschewski aus der einzigen Szene, die zum 4:4 hätte führen können, nichts machte. Tasdelen war halbwegs froh über „die erfreuliche Reaktion“. „Alleine die hätte mit einem Punkt belohnt werden müssen.“

SCP: Mißner – Weid, Middrup, Koymali, Wolters – Möllmann (81. Erdogan), Kaya, Gül, Kot (35. Enning) – Warschewski, Wüst

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