So., 21.02.2016

Fußball: Westfalenliga Keine Tore und kaum Chancen zwischen Gievenbeck und Fichte

Hohes Bein? Gievenbecks Maximilian Natrup (Mitte) bekommt den Fuß zumindest an den Ball vor Bielefelds Linus Brüggemann (li.) und Volkan Önal.

Hohes Bein? Gievenbecks Maximilian Natrup (Mitte) bekommt den Fuß zumindest an den Ball vor Bielefelds Linus Brüggemann (li.) und Volkan Önal. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Keine Tore, kaum Chancen, spielerisch wenig Erhellendes – das 0:0 zwischen dem 1. FC Gievenbeck und dem VfB Fichte Bielefeld war nichts für Feinschmecker. Aber immerhin gab es einige taktische Neuerungen bei den Gastgebern zu bestaunen.

Von Pjer Biederstädt

Zum Neustart nach der Winterpause reichte es für den 1. FC Gievenbeck gegen den VfB Fichte Bielefeld nur zu einem 0:0. Durch das siebte Remis bleibt das Team von Benjamin Heeke zwar daheim ungeschlagen, doch eigentlich hatte sich der Trainer mehr erhofft als diese Nullnummer von spartanischer Ereignislosigkeit.

Nico Eschhaus und Yannik Grützner konnten einem leidtun. Der Wind peitschte über den glitschigen Kunstrasen, der Regen kam kreativ in verschiedener Stärke aus unterschiedlichsten Richtungen – und das Spiel, für das sie sich bei diesem Wetter extra kurze Klamotten angezogen hatten, fand ohne sie in der Mitte der unwirtlichen Bolz-Tundra statt. Die Torhüter von FCG und Fichte sahen in einiger Entfernung ein Spiel zweier technisch versierter Mannschaften auf Augenhöhe, mit Tempo, meist exzellentem Stellungsspiel, wenig Fehlern und nahezu ohne Torraumszenen. Denn für beide galt: Entweder fehlte die zündende Idee im letzten Felddrittel oder die Defensivreihen machten ihre Jobs zu gut. „Gerechter kann ein 0:0 kaum sein. Bielefeld hat es mehr als gut gemacht“, befand Heeke, der sich nach der torreichen Vorbereitung aber doch verwundert über die wenigen Chancen seiner Elf zeigte.

Nur eine Chance für jeden

Davon hatten beide Teams genau eine. Der ansonsten starke Maximilian Natrup bekam nach einer abgewehrten Freistoßflanke von Daniel von der Ley den zweiten Ball vor die Füße, drosch die Kugel aus vier Metern jedoch über den Absperrzaun Richtung Innenstadt (32.). Clemens Bachmann kam zehn Minuten vor Schluss zu einem gefährlichen Kopfball, doch Eschhaus war trotz langer Beschäftigungslosigkeit sicher zur Stelle. Alle weiteren Annäherungen resultierten hüben wie drüben aus Standards, doch die ganz große Gefahr blieb aus.

Ein Spiel zum Vergessen also? Mitnichten. Denn Heekes Aufstellung bot reichlich Gesprächsstoff. Felix Krasenbrink und Constantin Rieger bildeten die Innenverteidigung und schalteten Fichtes Oberliga-Neuzugänge Furkan Ars und Lennard Warweg glänzend aus. Außen in der Kette machten links von der Ley und rechts Sascha Brinker ihre Sache gut, genau wie Natrup auf der ungewohnten Sechserposition. Fabian Gerick und Tristan Niemann suchten in neuen Offensivrollen noch nach Anknüpfungspunkten. Als Sturmspitze rieb sich Till Schliesing emsig, aber erfolglos auf. Ein neuer FCG? „Wir haben eines der technisch stärksten Teams der Liga und versuchen mit neuer Ausrichtung diese Stärke noch mehr zur Geltung zu bringen“, erklärte Heeke die Komplett-Rochade. Der Weg ist vielversprechend, die Ansätze stimmten – fehlen nur noch die Tore

FCG : Eschhaus – Brinker, Krasenbrink, Rieger, von der Ley – Natrup, Heubrock – Keil (85. Töller), Gerick (46. Bezhaev), Niemann – Schliesing (75. Donner)

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