Mi., 24.02.2016

Fußball: 3. Liga Preußen-Mittelfeldspieler Laprevotte und das Ende der Leidenszeit

Elie Laprevotte (l.) musste zweieinhalb Monate aussetzen wegen einer anfangs harmlos klingenden Blessur – nun ist der Franzose zurück.

Elie Laprevotte (l.) musste zweieinhalb Monate aussetzen wegen einer anfangs harmlos klingenden Blessur – nun ist der Franzose zurück. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Gegen Werder Bremen II gab Elie Laprevotte am Samstag sein Comeback. Der Franzose musste zuvor zweieinhalb Monate aussetzen. Ins Schema von Neu-Trainer Horst Steffen passt er bestens, jetzt möchte er trotz starker Konkurrenz gleich im Team bleiben.

Von Thomas Rellmann

Es war ein eher harmloser Zweikampf am 6. Dezember im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue. Elie Laprevotte erhielt einen Schlag aufs Knie, ließ sich in den Tagen danach behandeln und hoffte auf eine schnelle Rückkehr ins Training und in die Stammelf. Doch nur das Hämatom klang schnell ab, zurück blieb eine Schleimbeutelentzündung, die ihn bis in den Februar am Comeback hinderten. Immer wieder musste der Franzose den Einstieg ins Training verschieben, ehe er vor drei Wochen einen neuen Anlauf wagte. Das Gelenk hielt – am Samstag lief er erstmals wieder auf, beim 0:0 in Bremen gleich von Anfang an.

Der flexible Mittelfeldmann, der sowohl als geschickter Zweikämpfer als auch als Stratege gilt, passt von seinen Fähigkeiten her eigentlich optimal zum Stil, den der neue Trainer Horst Steffen predigt. An der Weser erhielt der 23-Jährige gleich mit die besten Kritiken. „Ein bisschen fehlt mir noch die Kondition“, sagt er. Dennoch hofft er, dass er im Team bleibt, wenn am Samstag gegen den Chemnitzer FC Amaury Bischoff und Mehmet Kara wieder verfügbar sind. „Mir gefällt unsere jetzige Spielweise, auch wenn wir sie gegen Werder noch nicht gut umgesetzt haben“, sagt Laprevotte. „Das muss alles besser werden, ein Punkt aus drei Spielen ist natürlich zu wenig.“

Derby-Karten für soziale Projekte

Wie im Hinspiel sind auch am 6. März im Derby zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück keine Gäste-Fans zugelassen. Der SC Preußen Münster bedauert diesen Schritt ausdrücklich. „Ich hoffe, dass wir in der nächsten Saison einen Neustart hinbekommen und wieder stimmungsvolle Duelle erleben“, sagt Vorstandsmitglied Siggi Höing, verantwortlich für Fan-Belange.Leer bleiben soll der Block, in dem sonst die Auswärtsfahrer stehen, aber nicht. Der Verein möchte sozialen Projekten die Chance bieten, dabei zu sein. Eingeladen werden Westfalenfleiß-Mitarbeiter und Vertreter der Alexianer-Werkstätten. Darüber hinaus sollen auch Vereine aus dem Fußballkreis Münster kostengünstig die Möglichkeit erhalten, einen besonderen Mannschaftsausflug an die Hammer Straße unternehmen zu können. Egal ob Jugendspieler, Trainer, Betreuer oder Elternteile – alle Interessierten können Gruppenbestellungen für den Stehplatzblock J aufgeben. Die Vereine wurden durch das SCP-Ticketing bereits informiert. „Wir hoffen auf eine prall gefüllte Kurve“, sagt Höing.

Auffällig ist, dass die Mannschaft trotz der mageren Ausbeute der englischen Woche weiter Zuversicht nach außen trägt und die Köpfe nicht hängen lässt. „Die Jungs merken, dass wir an unserem Plan weiter arbeiten müssen, und sie ziehen mit“, sagt Steffen. Laprevotte pflichtet bei und hat auch gleich einen Verbesserungsvorschlag für das Heimspiel, in dem der Rasen zumindest etwas besser als in Bremen sein dürfte: „Mehr Fußball, kurze Pässe.“

Nur in einem Punkt blocken alle Preußen im Augenblick nachvollziehbarerweise ab. Den Blick auf die Tabelle sparen sich die Spieler lieber, auch wenn zumindest Platz drei noch in Reichweite erscheint. „In den letzten fünf Spielen können wir rechnen“, sagt Laprevotte. „Vorher sollten wir uns einfach nur auf unsere Aufgaben konzentrieren.“

► Neben Kara und Bischoff steht auch Marc Heitmeier am Samstag wieder parat. Bis auf Simon Scherder und Jesse Weißenfels kann Steffen damit auf alle Kaderspieler zurückgreifen.

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