Fr., 26.02.2016

Leichtathletik: Hallen-DM Lena Malkus bangt um ihren Start in Leipzig

Lena Malkus flog bei den deutschen Freiluft-Meisterschaften 2015 in Nürnberg zu Gold. Aktuell laboriert die Preußen-Athletin an muskulären Problemen, über ihren Start am Wochenende in Leipzig wird kurzfristig entschieden

Lena Malkus flog bei den deutschen Freiluft-Meisterschaften 2015 in Nürnberg zu Gold. Aktuell laboriert die Preußen-Athletin an muskulären Problemen, über ihren Start am Wochenende in Leipzig wird kurzfristig entschieden Foto: dpa

Münster - 

Bei hochkarätigen Wettbewerben mischen am Wochenende einige Leichtathleten des SC Preußen mit. Björn-Ole Klehn und Charlotte Wissing starten für Deutschland in Padua, bei der Hallen-DM in Leipzig sind zumindest Maren Silies und die Staffel dabei. Ein Malkus-Start ist dagegen ungewiss.

Von Wilfried Sprenger

Elke Bartschat ist am Wochenende in doppelter Mission unterwegs. Padua und Leipzig sind die Ziele der Bundestrainerin. In der alten italienischen Universitätsstadt am Rande der Poebene betreut die Münsteranerin morgen den deutschen Leichtathletik-Nachwuchs beim U-20-Länderkampf mit den Talenten des Gastgeberlandes und Frankreichs. Tags darauf fliegt Bartschat über Venedig nach Leipzig zu den nationalen Hallen-Meisterschaften.

In Padua kümmert sich Bartschaft um vier junge Weitspringer. Einen kennt sie besonders gut: Björn-Ole Klehn. Der 17-Jährige Gymnasiast aus den Reihen des SC Preußen Münster gewann am vergangenen Wochenende in Dortmund DM-Gold in der U-20-Konkurrenz. Die alsbaldige Berufung ins Nationalteam gab es als zusätzliches Bonbon. Fabelhafte 7,62 Meter sprang Klehn in Dortmund. „Das geht nicht an jedem Tag. Niemand darf jetzt erwarten, dass sich das in Padua wiederholt“, erklärt Klehns Heimtrainerin und fügt hinzu: „Wenn er sich um 7,30 Meter stabilisieren würde, wären wir sehr zufrieden.“

Auch Wissing in Padua

Noch eine zweite Athletin vom SCP gibt beim Länderkampf ihr Debüt im Nationalteam. Speerwerferin Charlotte Wissing (18) hatte sich als DM-Zweite in Dortmund in den Fokus gebracht. „Ich bin sehr gespannt, wie sich Charlotte schlägt. Sie ist körperlich fit und ziemlich gut drauf“, erklärt Bartschat.“

Die Aktiven des SC Preußen nehmen am Wochenende Kurs auf Leipzig. Für Lena Malkus wird es eine Reise ins Ungewisse. Die Olympia-Kandidatin laboriert noch immer an muskulären Problemen am Oberschenkelbeuger, ihr Start in Sachsen ist gefährdet. „Wir werden kein Risiko eingehen und erst vor Ort eine Entscheidung treffen“, sagt Elke Bartschat. Die Athletin mit einer aktuellen Saisonbestweite von 6,22 Metern hofft, dass es am Sonntag geht. „Und dann möchte ich eine für mich ordentliche Leistung zeigen“, verrät Malkus. Ganz große Sprünge werden nicht möglich sein. Bartschat: „Wenn Lena springen kann, macht sie das aus der kalten Hose heraus. Das ist schon noch ein ordentlicher Trainingsrückstand aufzuholen.“ Die Favoritenrolle in der Arena Leipzig liegt bei Alexandra Wester. Die ehemalige Mehrkämpferin aus Köln steigerte sich zuletzt beim Hallen-Istaf in Berlin auf herausragende 6,95 Meter.

Silies über 200 und 400 Meter

Maren Silies vom SC Preußen ist in Leipzig für die Wettbewerbe über 200 und 400 Meter gemeldet. Sollte sie am Samstag über die längere Distanz in die Finalläufe vorstoßen, würde Silies aus einen Start über 200 Meter verzichten. „Da wäre dann die Belastung zu groß“, verdeutlicht Bartschat. Silies wird schließlich auch noch in der 4x200-Meter-Staffel gebraucht, die aktuell mit der achtbesten Zeit in den Rekordlisten steht. „Mal schauen, wie weit nach vorn es geht. Es hängt ja auch davon ab, ob Lena fit ist“, erklärt Elke Bartschat.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3830927?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F