Fr., 26.02.2016

Talkrunde des Landessportbundes Größere Anerkennung für den „Träger non-formaler Bildung“ gefordert

Illustre Talkrunde: (v.l.) Thomas Lammers (Sportjugend im SSB), Josefine Paul (MdL Bündnis 90/Die Grünen), Ralf Brameier (Schulleiter Pascal-Gymnasium), Hedwig Liekefedt (SPD-Ratsfrau), Prof. Nils Neuber (Uni Münster), Jens Heinemann (CDU-Ratsherr), Carola Möllemann-Appelhoff (FDP-Ratsfrau) und Michael Heise (Landessportbund) diskutierten über das Thema „Sport und Bildung“.

Illustre Talkrunde: (v.l.) Thomas Lammers (Sportjugend im SSB), Josefine Paul (MdL Bündnis 90/Die Grünen), Ralf Brameier (Schulleiter Pascal-Gymnasium), Hedwig Liekefedt (SPD-Ratsfrau), Prof. Nils Neuber (Uni Münster), Jens Heinemann (CDU-Ratsherr), Carola Möllemann-Appelhoff (FDP-Ratsfrau) und Michael Heise (Landessportbund) diskutierten über das Thema „Sport und Bildung“. Foto: Thomas Austermann

Münster - 

Zu einer Talkrunde in den Räumlichkeiten des Pascal-Gymnasiums lud der Landessportbund ein. Hintergrund war die Kampagne „Das habe ich im Sport gelernt“. Sport und Bildung wurden als „untrennbares Doppel“ identifiziert.

Von Thomas Austermann

Der Landessportbund trägt seine Kampagne „Das habe ich beim Sport gelernt“ in die Mitgliedsverbände und damit auch nach Münster. In die NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium platziert wurde auf Einladung des Stadtsportbunds Münster und der Sportjugend die erste Talkrunde zum Thema, das Sport und Bildung als „untrennbares Doppel“ charakterisiert. Es geht um die größere Anerkennung dessen, was Sportvereine „als größter Träger non-formaler Bildung“ leisten.

Dass der Sport als Bildungsakteur und Bildungspartner wirkt, ist „uns Wissenschaftlern selbstverständlich“, wie mit Prof. Nils Neuber (Uni Münster) der weithin anerkannte Sportwissenschaftler wertete. Auch empirisch belegt sei der Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernen – aber Neuber erklärte auch, dass der Sport „weder ein Allheilmittel noch ein Selbstläufer“ sei, sondern eben Potenziale berge, die es unter den entsprechenden Rahmenbedingungen auch zu nutzen gelte.

Mit denen steht es aus Sicht der Fachleute nicht immer zum Besten, weshalb eben der Vorstoß zur Anerkennung des Sports als wichtigem Bildungsakteur auch auf städtische Förderungen abzielt. Für die Landes-Grünen sagte die frühere Fußballerin Josefine Paul (MdL) etwa: „Wir sehen keinen Widerspruch zwischen Sport und Bildung und finden vielmehr, dass der Sport seinen Platz auch einnehmen muss.“ Ohne dabei von Erwartungen überfrachtet zu werden. „Der Sport kann nicht dort einspringen, wo andere für Defizite gesorgt haben.“

Dass Sportvereine in der Förderungen nicht überall gleichgestellt sind mit anderen Anbietern, beklagte Ratsfrau Hedwig Liekefedt. Carola Möllemann-Appelhoff (FDP) wollte aber festgehalten haben, wie stark die Stadt die Vereine unterstütze. „Es gibt nicht nur den 2,5-Mio-Topf für den Sport, sondern auch die unentgeltliche Hallennutzung.“

Die für den Abend be­absichtigte Unterzeichnung einer „Münsteraner Erklärung“ zum Thema an Rat und Verwaltung wurde verschoben – angesichts der nur rund 30-köpfigen Teilnehmerrunde und angesichts des Diskussionsbedarfs des Papiers, das unter anderem auch Forderungen enthält.



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