Fr., 26.02.2016

Volleyball: 3. Liga USC droht Abstieg, TSC winkt Klassenerhalt

Hier trennt nur ein Netz die Volleyball-Herren des USC und des TSC. Doch während Leo Große-Westermann und Frank Ludwig (r.) mit Gievenbeck kurz vor dem Klassenerhalt stehen, droht den Unabhängigen um Lukas Rohleder (l.) der Abstieg.

Hier trennt nur ein Netz die Volleyball-Herren des USC und des TSC. Doch während Leo Große-Westermann und Frank Ludwig (r.) mit Gievenbeck kurz vor dem Klassenerhalt stehen, droht den Unabhängigen um Lukas Rohleder (l.) der Abstieg. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Während der USC Münster sich vielleicht schon mit dem Abstieg aus der 3. Liga abfinden muss, fehlt dem Stadtrivalen TSC Gievenbeck nicht mehr viel bis zum Klassenerhalt. Die Saison befindet sich für beide auf den Zielgeraden.

Von Henner Henning

Die Zeit der Entscheidung in der 3. Liga ist gekommen. Zumindest im Kampf um den Klassenerhalt, in dem sich der TSC Gievenbeck eher weniger, dafür aber der USC Münster umso mehr befindet. Und während der Neuling aus Münsters Westen am Samstag (20 Uhr) gegen den PTSV Aachen die letzten minimalen Zweifel wegwischen kann, benötigen die Unabhängigen zwingend einen Sieg beim Tabellenvorletzten DJK Füchtel-Vechta.

Gelassen und mit der Gewissheit, so gut wie gerettet zu sein, geht der TSC in sein letztes Heimspiel. Zehn Punkte haben die Gievenbecker Vorsprung auf den Lokalrivalen, der aktuell den ersten Abstiegsplatz einnimmt – der aber auch eine Partie weniger absolviert hat und noch zwölf Zähler sammeln kann. „Auch wenn wir rechnerisch noch nicht ganz sicher sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass es uns erwischt, geht gegen null“, sagt TSC-Coach David Brechler, der zu gerne den Ist-Zustand (Rang sechs) halten möchte. „Das wäre perfekt. Von dieser Platzierung hätten wir vor der Saison nicht einmal zu träumen gewagt.“ Und der sechste Platz scheint durchaus realistisch, in den Partien gegen Aachen, beim TV Hörde und zum Abschluss beim USC rechnet sich Brechler gute Chancen aus. „Diese Teams sind für uns sicher nicht unschlagbar“, sagt der Coach.

Hinspielsieg für den Aufsteiger

Im Hinspiel hat sein Team einen Beweis bereits angetreten, mit 3:2 gewann der TSC in Aachen. Ein Ergebnis, das sich Brechler auch diesmal wünscht. „Es wäre ein toller Abschluss und ein geiles Gefühl, den Klassenerhalt selber zu schaffen.“ Zuschauen muss weiter Libero Nils Lydorf (Bauchmuskelzerrung), den der Uruguayer Eusebio Gardallo aus der zweiten Mannschaft ersetzt. Dafür kehrt Leo Große-Westermann nach einer Sprunggelenksblessur zurück in den Kader.

Mit dem Druck, siegen zu müssen, fährt der Stadtrivale nach Vechta. „Zehn aus vier“ lautet die Devise, heißt: Zehn Zähler benötigt der USC mindestens aus den vier verbleibenden Begegnungen in Vechta, gegen Aachen und den TSC sowie bei Schlusslicht GfL Hannover – angesichts von neun Punkten Rückstand auf den schwächelnden VfL Lintorf wären wohl zwölf besser. Eine schwere Bürde, weiß auch Mannschaftssprecher Lukas Rohleder. „Es fühlt sich schon ein wenig an, als ob wir bereits abgestiegen wären“, gesteht er, fügt aber gleich kämpferisch hinzu: „Wir versuchen alles, um uns so lange wie möglich das letzte Fünkchen Hoffnung zu erhalten.“

Füchtel-Vechta ohne Druck

Schritt eins der Rettungsmission muss Münster bei Füchtel-Vechta machen, das nach dem nahezu sicheren Abstieg befreit wie erfolgreich aufspielt. Dem 3:2 beim TSC folgte ein Punktgewinn in Aachen. „Anders als wir hat Vechta keinen Druck mehr. Aber wir wollen gewinnen“, sagt Rohleder, der Kapitän Ron Gödde – er ist als Scout mit den deutschen Beachvolleyballern in Rio – nicht an seiner Seite hat.

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