Mo., 29.02.2016

Fußball: 3. Liga Steffen blickt positiv auf Preußen-Gastspiel bei Fortuna Köln

Immer positiv: Horst Steffen hat nach zwei Monaten im Amt viel Begeisterung bei seiner Mannschaft entfacht.

Immer positiv: Horst Steffen hat nach zwei Monaten im Amt viel Begeisterung bei seiner Mannschaft entfacht. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Gute Stimmung beim SC Preußen nach dem 3:1 über Chemnitz – das soll auch nach dem Liga-Gastspiel bei Fortuna Köln am Dienstag so bleiben. Trainer Horst Steffen registriert erfreut, dass seine Spieler ihm mehr und mehr folgen.

Von Thomas Rellmann

Eine Englische Woche lädt oft geradezu ein zu Rechenspielen, ihre Bedeutung wird gerne überhöht. Speziell, wenn Teil eins erfolgreich abgelaufen ist. Dabei gibt es für drei Partien binnen acht Tagen, wie sie aktuell für den SC Preußen anstehen, genauso maximal neun Zähler wie für drei Begegnungen im Samstag-Samstag-Rhythmus.

Vor dem Gastspiel der Münsteraner am Dienstag bei Fortuna Köln (19 Uhr) versucht Coach Horst Steffen nicht nur deshalb, die Dinge am Boden zu halten. In seiner kurzen Amtszeit gab es schließlich schon einmal diese Trilogie – mit dem ernüchternden Resultat von einem Punkt aus den Duellen mit Halle, Würzburg und Bremen. „Natürlich fantasieren alle gerne, vor allem nach Siegen. Aber dafür bin ich nicht zuständig“, sagt der 46-Jährige. Durch das 3:1 über Chemnitz am Samstag hat sein Team die Ausbeute der ersten Englischen Woche immerhin schon übertroffen und gleichzeitig die Hoffnung genährt, irgendwie wieder in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Doch auch den Erfolg über die Sachsen relativiert Steffen. „Sieht der Schiedsrichter vor dem 1:1 kein Handspiel, kann es auch laufen wie beim 0:1 gegen Halle, auch wenn da auch nicht alles schlecht war.“

Müller und Schwarz fit

An dieser Haltung wird Horst Steffen wohl nichts mehr ändern. Zur Aufstellung gibt der Preußen-Coach nur die nötigsten Hinweise. Fest steht, dass er die volle Kapelle zur Verfügung hat. Felix Müller (Grippe) und Benjamin Schwarz (Knieprobleme), die zuletzt pausierten, trainieren wieder. Änderungen sind aber wohl eher in der vorderen Reihe zu erwarten, wo sich Adriano Grimaldi und speziell Abdenour Amachaibou nach ihrer Einwechslung gegen Chemnitz empfahlen. Bangen müssen also die etab­lierten Stürmer Marcel Reichwein und Rogier Krohne. Entgegen der ursprünglichen Planung fährt das Team erst am Dienstag um 11 Uhr ins Rheinland und absolviert zuvor noch eine Einheit in Münster. In Köln geht es nach dem Mittagessen in ein Tageshotel, wo das Trainer-Team dann noch eine Videoanalyse abhält.

Der SCP hat den Abstand auf Rang drei bei sechs Zählern gehalten und weiß natürlich, dass der dort positionierte VfL Osnabrück am Mittwoch Spitzenreiter Dynamo Dresden empfängt, ehe er am Sonntag zum Derby an die Hammer Straße kommt. Doch um dann womöglich schon gleichzuziehen oder zumindest näher heranzurücken, ist ein Sieg am Rhein zunächst mal Pflicht. Und das wird so oder so eine heikle Nummer. „Bei Fortuna weiß man im Moment nie, was kommt“, sagt der Trainer mit Blick auf die jüngsten Resultate. Auf der einen Seiten stehen in diesem Jahr Kantersiege zu Hause gegen Rostock und Wiesbaden (5:1/4:1), auf der anderen die 2:3-Heimpleite gegen Kiel oder das 0:4 in Dresden am Samstag. Nur so viel weiß Steffen: „Die großen Kerle langen schon zu. Insgesamt hat sich Köln nach schwierigem Saisonstart deutlich gefestigt.“

Diesen Beweis möchten die Preußen natürlich auch erbringen, der Coach denkt weiter ausschließlich positiv. „Die Mannschaft verbessert sich. Peu à peu. Die Spieler merken, dass unsere Idee sie weiterbringt. Und es ist gut, wenn das Gefühl aufkommt, dass der Trainer Recht hat.“

Mehr Präsenz im Sechzehner

Zumindest seine Wechsel gegen den CFC fruchteten zuletzt. Dass etwa Rogier Krohne schon zur Pause raus musste, war durchaus als allgemeines Signal zu verstehen. „Es ging auch um das Empfinden: Da ändert sich was. Die Neuen haben dann ja tatsächlich eine deutliche Belebung gebracht.“ Was sich Steffen jedoch noch mehr wünscht, ist eine höhere Präsenz, „wenn Flanken in den Sechzehner segeln“.

Derzeit hält der Coach fast alle Spieler, auch die, die wenig Einsatzzeit erhalten, trotz des großen Kaders bei Laune. „Ich will allen Vertrauen vermitteln, werde aber auch keinen trösten oder mich über Gebühr rechtfertigen. Wer das braucht, ist nicht erwachsen.“ Wie so oft – alles eine Frage des Erfolges.

SCP : Lomb - Kopplin, Pischorn, Heitmeier, Tritz – Bischoff, Philipps, Kara – Hoffmann, Grimaldi, Amachaibou

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3838576?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F