Di., 01.03.2016

Volleyball: Bundesliga Der USC fährt zuversichtlich in die Scharrena

Ein Wiedersehen am Netz gibt es am Mittwoch für Münsters Kapitänin Leonie Schwertmann (r.) mit Stuttgarts Kim Renkema (l.) und Nichole Lindow. Der USC ist im Kampf um Platz vier in der Scharrena gefordert und muss punkten.

Ein Wiedersehen am Netz gibt es am Mittwoch für Münsters Kapitänin Leonie Schwertmann (r.) mit Stuttgarts Kim Renkema (l.) und Nichole Lindow. Der USC ist im Kampf um Platz vier in der Scharrena gefordert und muss punkten. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Der USC Münster steht vor einem spannenden Finish in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga. In den verbleibenden zwei Spielen will das Team von Andreas Vollmer noch am VC Wiesbaden vorbeiziehen – am besten schon am Mittwoch mit einem Sieg beim geschlagenen Pokalfinalisten Stuttgart.

Von Henner Henning

Zwei Spiele hat der USC Münster in der Hauptrunde noch Zeit. Zwei Spiele, in denen der Volleyball-Bundesligist den jüngst verlorenen Platz vier vom VC Wiesbaden zurückerobern und sich so für das wahrscheinliche Playoff-Duell mit den Hessen den Heimvorteil sichern will. Zwei Siege scheinen dafür nötig, Nummer eins will das Team von Trainer Andreas Vollmer am Mittwoch (19 Uhr) bei Allianz MTV Stuttgart einfahren.

Ein Unterfangen, dass dem USC in der jüngeren Vergangenheit im Schwabenland nicht gelang, die – diesmal wohl ausverkaufte – Scharrena verließ der USC meist als Verlierer. In der Vorsaison kassierte Münster in der Hauptrunde sowie in den beiden Partien des Playoff-Viertelfinales Niederlagen, in der laufenden Spielzeit sorgte das 0:3 im Pokal-Halbfinale für lange Gesichter bei den Gästen. Doch die Historie scheint Vollmer wenig zu beeindrucken, vor dem Duell beim Tabellendritten gibt sich der 49-Jährige optimistisch. „Wir fahren mit dem Wissen nach Stuttgart, auch dort Punkte mitnehmen zu können“, erklärt Vollmer.

Neuntägige Pause

Für seine Zuversicht spricht auf der einen Seite das gewachsene Selbstvertrauen, das sich Münster in der Hauptrunde erarbeitet und das auch das klare 0:3 gegen den Schweriner SC nicht erschüttert hat. Die neuntägige Spielpause seitdem hat der Coach für intensive Einheiten genutzt und sein Team in der kniffligen Ausgangslage auf das Fernduell mit Wiesbaden eingestellt. „Wir haben in der letzten Woche ordentlich Gas gegeben. Ich bin froh, dass wir in so einer Situation sind, so sind bei uns alle Sinne geschärft. Wir sind mittendrin, und das ist gut so“, sagt Vollmer, der seinen Optimismus auch aus der Konstellation im Stuttgarter Lager speist.

Dramatisches Pokal-Finale

Die Schwaben verloren am Sonntag im dramatischen Pokalfinale in Mannheim vor 12 000 Zuschauern gegen den Dresdner SC mit 2:3. Ein Fakt, der zum Vorteil des USC werden könnte, wie Vollmer aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß – verpasste er doch mit seinem Ex-Club Wiesbaden 2013 den Pokal-Triumph. „Daher denke ich, dass es für Stuttgart schwieriger werden könnte. Sie haben viel Konzentration, Energie und Hoffnung in dieses Endspiel gesteckt. Und dann verlierst du und fährst bedröppelt nach Hause. Da fällt die Vorbereitung schwer, es braucht Zeit, so ein Pokalfinale abzuarbeiten. Das habe ich selbst erlebt“, meint Vollmer, der bis auf Hanna Orthmann (Schule) seinen kompletten Kader dabeihat.

Die negativen Erlebnisse in der Scharrena hin, die womöglich leicht bessere Ausgangslage her: Die Karten werden um 19 Uhr neu gemischt. Und der USC hofft, in seinem Blatt einen Trumpf mehr zu haben. Denn der würde auch im Fernduell mit dem VCW stechen.



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