Mi., 02.03.2016

Triathlon: TriaYas in Abu Dhabi Dirksmeier feiert super Saisonstart

Gut in Schuss schon zum Saisonstart: Patrick Dirksmeier belegte in Abu Dhabi Rang drei, besonders auf dem Rad war der Münsteraner schnell unterwegs.

Gut in Schuss schon zum Saisonstart: Patrick Dirksmeier belegte in Abu Dhabi Rang drei, besonders auf dem Rad war der Münsteraner schnell unterwegs. Foto: Peter Hallat

Münster - 

Der Trip nach Abu Dhabi hat sich gelohnt für Patrick Dirksmeier. Zum Saisonauftakt startete der Münsteraner über die olympische Kurzdistanz und wurde überraschend Dritter.

Von Alexander Heflik

Dieses dreitägige Event in der arabischen Welt hatte sich für Patrick Dirksmeier gelohnt. Zwar agiert der 32-Jährige mittlerweile als Profi im Triathlon, aber jeder Start im Ausland ist auch ein Risiko – finanzieller Art. Als Dritter beim TriaYas-Triathlon in Abu Dhabi konnte er sich nicht nur sportlich beweisen, sondern auch 600 Dollar Preisgeld mit auf die Heimreise nehmen. Und die Konkurrenz schreckte auf. „Mir haben einige gesagt, dass sie mich nicht so weit vorne erwartet hätte“, grinste Dirksmeier. Ein guter Coup.

Es war die olympische Kurzdistanz, die Dirksmeier als Saisonstart nutzte. Seit Anfang Januar hatte der Sportler des Jahres 2015 in Münster sein Training wieder aufgenommen, die Radeinheiten aber vorwiegend daheim auf der sogenannten Rolle betrieben. Nicht nur der Sport stand im Mittelpunkt – nein, der Jurist hatte auch in der Kanzlei eine Menge Fälle zu lösen. Andere bereiteten sich derweil in Phuket, Mallorca oder Florida vor, Dirksmeier hierzulande. Man traf sich in Abi Dhabi.

Denn der Veranstalter lockte, weil er für die Profis die Reisekosten übernahm. Hinter dem Schweizer Rüdi Wild, der 1:44,50 Stunden für 1,5 Kilometer Schwimmen im Yachthafen Yas Marina sowie die 40 Kilometer Radfahren (sieben Runden mit je 5,6 Kilometern) auf der Formel-1-Strecke und einen 10-Kilometer-Lauf benötigte, folgte nur 92 Sekunden später Dirksmeier im Ziel. Zwischen beiden lag nur noch der Deutsche Philipp Lange. Durchaus in der Szene bekannte Athleten wie Jan van Berkel (Schweiz) oder der Italiener Massimo Cigana platzierten sich hinter dem Tri-Finish-Athleten.

Die Story des Rennens war schnell erzählt, Dirksmeier kam mit der Spitzengruppe vom Schwimmen, übernahm die Führung im Sattel, konnte sich nicht absetzen und musste im Laufen alles raushauen. „Auf dem Rad haben mich die anderen verhungern lassen“, blickte er zurück, seine Attacken musste er dann wohl auf der Laufstrecke etwas bezahlen. Dennoch war der dritte Rang eine tolle Empfehlung für die neue Saison.

Und was jetzt? Dirksmeier will in der ersten Jahreshälfte auf einer Mitteldistanz (1,9/90/21,1 Kilometer) starten. Entweder in der Serie der Ironman-Veranstalter oder in der der Challenge-Family. Die beiden Reihen konkurrieren weltweit. Die Profi-Startfelder sind dabei oft gut besetzt. Die Krux: „Man kann nicht so viele Wettkämpfe machen, die Auswahl muss stimmen“, sagt Dirksmeier und weiß nicht genau, wo er antreten wird. Vielleicht im Kraichgau oder bei einer Veranstaltung in Nordeuropa. In der zweiten Jahreshälfte überlegt Dirksmeier, auf die Langstrecke, die Ironman-Distanz (3,8/180/42,195 Kilometer), zu wechseln.

Dann allerdings als verheirateter Mann. Ende August wird er seine Freundin Jenna heiraten. Es könnte ein bewegendes Jahr werden.

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