Mi., 02.03.2016

Volleyball: Bundesliga 1:3 in Stuttgart: USC erleidet Rückschlag im Fernduell

Nichts zu holen gab es für Irina Kemmsies und den USC in Stuttgart. Das Team vom Berg Fidel verlor mit 1:3 und kassiert damit einen Rückschlag im Kampf um Platz vier.

Nichts zu holen gab es für Irina Kemmsies und den USC in Stuttgart. Das Team vom Berg Fidel verlor mit 1:3 und kassiert damit einen Rückschlag im Kampf um Platz vier. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Einmal mehr war Stuttgart für den USC Münster keine Reise wert. Mit 1:3 unterlagen die Westfalen am vorletzten Spieltag der Hauptrunde bei Allianz MTV und liegen damit weiter auf dem fünften Platz. Konkurrent VC Wiesbaden als Tabellenvierter dagegen punktete in Potsdam.

Von Henner Henning

Es bleibt dabei. Die Scharrena ist für den USC Münster einfach kein gutes Pflaster. Mal wieder verlor der Volleyball-Bundesligist vom Berg Fidel eine Partie bei Allianz MTV Stuttgart, diesmal nach 107 Minuten mit 1:3 (26:24, 20:25, 22:25, 20:25). Damit hat der USC im Fernduell mit dem VC Wiesbaden um Platz vier vor dem letzten Hauptrunden-Spieltag am Samstag die schlechteren Karten in der Hand – denn die Hessen punkteten beim SC Potsdam.

Wichtige Zähler sammeln wollte auch das Team von Trainer Andreas Vollmer, der voller Zuversicht und Hoffnung in die baden-württembergische Hauptstadt gereist war. „Wir fahren mit dem Wissen nach Stuttgart, dort auch Punkte mitnehmen zu können“, sagte der 49-Jährige vor dem Spiel beim unterlegenen Pokalfinalisten. Seine Schützlinge bestätigten ihn zunächst und ließen sich nach einem ersten Tief, als Stuttgart von 8:8 auf 14:10 davonzog, nicht beirren. In zwei Auszeiten stellte Vollmer seine Mannschaft mit Erfolg neu ein, beim 17:16 nach einem Ass von Sarah Petrausch waren die Westfalen erstmals wieder vorne. Von nun an wechselte die Führung ständig, doch anders als beim 0:3 im Pokal-Halbfinale hatte Münster diesmal das bessere Ende in Satz eins für sich gepachtet. Zwar wehrte die starke Kaja Grobelna die erste USC-Möglichkeit noch ab, doch zwei Angriffe von Ashley Benson und Petrausch nach einem druckvollen Aufschlag von Ines Bathen brachten den Gästen, die seit dem 19:19 mit Irina Kemmsies für Amanda Sá im Zuspiel agierten, den ersten Durchgang.

Keine Konstanz

Doch plötzlich war es vor 2050 Zuschauern vorbei mit der münsterischen Herrlichkeit. Der USC bekam einfach keine Konstanz in sein Spiel und hatte zudem im Vergleich zu den Stuttgarterinnen im Block deutliche Nachteile. Während die Schwaben in den vier Abschnitten 14 USC-Angriffe direkt in Punkte umwandelten, glückte Münster dies viermal – erstmals durch Kapitänin Leonie Schwertmann, die Nichole Lindow zum 8:9 gestoppt hatte. In den folgenden zehn Ballwechseln aber wanderten nur zwei weitere Zähler auf Münsters Seite, den Vorsprung brachte Stuttgart souverän ins Ziel.

Die Vollmer-Sechs aber kämpfte bei allen Problemen tapfer weiter und gestaltete die Partie nach dem zweiten Seitenwechsel zunächst offener. Bis zum 10:7 führten die Unabhängigen, ehe sie wieder eine Serie erwischten. Bis zum 13:17 war Stuttgart enteilt, der Zwischenspurt auf 16:17 weckte kurz Hoffnung. Doch das USC-Spiel blieb zu fehlerhaft, zum mangelnden Durchsetzungsvermögen im Angriff gesellten sich Schwierigkeiten in der Abwehr. Als der MTV einen spektakulären Ballwechsel mit einem Block gegen Bathen zum 19:22 beendete, war eine Vorentscheidung in Satz drei gefallen.

Mlenjkova setzt Schlusspunkt

Abermals raffte sich Münster auf, schluckte die bittere Pille. Abermals jedoch schlug das Pendel Mitte des Abschnitts gegen den USC aus, der nach dem 12:11 acht Ballwechsel nicht für sich entscheiden konnte. Michaela Mlejnkova setzte den Schlusspunkt und schickte Münster ein weiteres Mal ohne ein Erfolgserlebnis aus Stuttgart zurück auf die Heimreise. „Ich bin wirklich unzufrieden mit unserer Leistung, denn Stuttgart war durchaus reif. Aber wir haben zu viele Fehler gemacht, waren besonders im Angriff nicht auf der Höhe. Das geht so nicht“, sagte Vollmer enttäuscht.



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