Di., 08.03.2016

Volleyball: 1. Damen-Bundesliga Statistische Werte sehen USC als verdienten Vierten

Von Trainer zu Kapitänin: Die Anweisungen von Coach Andreas Vollmer haben Leonie Schwertmann und ihre Mannschaftskolleginnen in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga meist gut umgesetzt. So erarbeitete sich der USC mit Platz vier eine gute Ausgangsbasis für die Playoffs.

Von Trainer zu Kapitänin: Die Anweisungen von Coach Andreas Vollmer haben Leonie Schwertmann und ihre Mannschaftskolleginnen in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga meist gut umgesetzt. So erarbeitete sich der USC mit Platz vier eine gute Ausgangsbasis für die Playoffs. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Platz vier nach der Hauptrunde ist kein Zufallsprodukt für den USC Münster. Das belegen viele statistische Werte, die den Rekordmeister auch in der Spitzengruppe sehen. Doch auch die nicht messbaren Dinge passten in den 24 Punktspielen. Vor allem die Leidenschaft.

Von Henner Henning

Zahlen lügen nicht, heißt es im Volksmund. Und auch bei der statistischen Auswertung der Hauptrunde, die der USC Münster am Samstag in der Volleyball-Bundesliga abschloss, passt dieses landläufige Sprichwort. Die Unabhängigen sind nach Analyse der Zahlen verdient Vierter geworden und dürfen mit einem guten Gefühl in das Playoff-Viertelfinale gegen VC Wiesbaden gehen.

16 Mal verließ der USC in der Hauptrunde als Sieger das Feld, gewann damit zwei Drittel seiner Partien. Dabei punktete Münster gegen jede Mannschaft mindestens einfach, einzig gegen Nawaro Straubing gab es weder Zähler noch Satzgewinne. „Aber diese beiden Spiele hatten ihre eigene Geschichte. In der Hinserie waren beide Zuspielerinnen verletzt, in der Rückserie fehlten uns vier Stammspielerinnen. Im Gesamtpaket betrachtet aber haben wir eine tolle Leistung in der Hauptrunde gezeigt. Hinter den Top drei der Liga belegen wir den Platz an der Sonne“, sagt Trainer Andreas Vollmer, der nach Durchsicht aller Daten zur Erkenntnis kommt, dass „wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben“.

Stark in Aufschlag und Annahme

So verzeichnet der USC als Team in den Statistiken Aufschlag und Annahme starke Werte, wird in diesen beiden Rubriken jeweils auf dem zweiten Rang geführt. Dagegen weist das Ranking Münster im Bereich Angriff und Block nur auf dem siebten Rang, also auf einem Mittelfeldplatz, aus – zum Teil auch den physischen Voraussetzungen der im Liga-Vergleich recht kleinen USC-Spielerinnen geschuldet. „Wir versuchen, unsere Schwächen, an denen wir arbeiten, durch unsere Stärken auszugleichen. Und ich denke, dass uns das gut gelungen ist“, erklärt Vollmer, dessen Schützlinge auch in einigen Einzelstatistiken vorne in der Liste auftauchen. Michala Kvapilova, mit 312 Punkten viertbeste Scorerin der Hauptrunde, ist nach Tabitha Love (Schweriner SC) die zweitbeste Diagonalspielerin im Bereich Angriff. Amanda Sá muss im Ranking Zuspieleffizienz mit 27,9 Prozent nur den Top-Leuten Femke Stoltenborg (Allianz MTV Stuttgart) und Denise Hanke (Schwerin/beide 28,9 Prozent) den Vortritt lassen, Sina Fuchs ist mit 38 Zählern bei den Aufschlagpunkten Vierte. Top-Ten-Plätze gibt es für Libera Linda Dörendahl als Achte (perfekte oder gute Annahme) und für Mittelblockerin Ashley Benson als Siebte (Angriffseffizienz).

Dreimal 0:2 in 3:2 verwandelt

Nicht zu messende, aber nicht minder wichtige Werte sind Einstellung, Kampfgeist, Zusammenhalt und Emotionalität, die den USC wie schon in den Vorjahren erneut auszeichnen. Zur Genugtuung von Trainer und Mannschaft, die sich mit diesen Qualitäten in der Hauptrunde aus vielen schwierigen Situationen gezogen hat und so drei Partien (Potsdam, Köpenick, Wiesbaden) noch nach 0:2-Satzrückständen drehen konnte. „Wir spielen seit Jahren einen sehr emotionalen Volleyball, unser Zusammenhalt hilft uns auch in schweren Momenten. Ich bin stolz, dass wir diese Stärke als Mannschaft erhalten haben“, sagt Kapitänin Leonie Schwertmann, die Platz vier als „Wunschposition“ bezeichnet. „Dass wir unser Ziel erreicht haben, ist super und zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Einen richtigen Patzer haben wir uns nicht erlaubt“, meint die 22-Jährige und nennt damit neben all den Zahlen und nicht messbaren Faktoren einen weiteren Grund, der zu Platz vier geführt hat.

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