Mi., 09.03.2016

Rudern RVM-Athleten reißen sich für die WM am Riemen

Blicken guten Mutes auf die anstehenden Wettkampfe: Die Ruderer des RV Münster haben das Wintertraining hinter und die neue Saison vor sich.

Blicken guten Mutes auf die anstehenden Wettkampfe: Die Ruderer des RV Münster haben das Wintertraining hinter und die neue Saison vor sich. Foto: RVM/Peter Lessmann

Münster - 

Wie erfolgreich war das harte Wintertraining? Wie weit ist die Konkurrenz? Antworten auf diese Fragen erhoffen sich die Ruderer des RV Münster, die den ersten Standortbestimmungen auf dem Wasser entgegenfiebern und dann erste Ausrufezeichen in den Booten setzen wollen.

Mit großen Ambitionen steigen die Sportler des Ruderverein Münster in die Regattasaison 2016 ein. Ziel des Teams: Medaillen bei nationalen und internationalen Titelkämpfen.

Mit unzähligen Trainingskilometern auf dem Dortmund-Ems-Kanal und vielen Stunden im Hantelraum und auf dem Ruderergometer haben die Athleten sich in Form gebracht. Zwölf Trainer sind für die mehr als 60 Athleten aller Altersklassen des Landesleistungsstützpunktes Münster zuständig.

In der Altersklasse der U-23-Senioren macht sich Felix Brummel Hoffnungen auf einen Einsatz für den Deutschen Ruder-Verband (DRV )auf dem WM-Parkett. Der amtierende U-23-Vizemeister im Vierer der Leichtgewichte kehrte soeben von einem Trainingslager mit der Nationalmannschaft nach Münster zurück. Unter der Regie von RVM-Cheftrainer Thorsten Kortmann hat Brummel im spanischen Mequinenza zwei Wochen lang an der Technik gefeilt und sich mit seinen Ruderkameraden eingefahren. Anfang April steht mit einem Langstreckentest über sechs Kilometer im Zweier die erste Bewährungsprobe an. Hier geht Brummel mit dem aus dem letztjährigen WM-Vierer bekannten Alexander Diedrich aus Treis-Karden an den Start. Brummel: „Ich bin optimistisch, dass wir uns gut schlagen werden.”

Neerschulte will nach Rotterdam

Ebenfalls in der U-23-Klasse bereitet sich Luisa Neerschulte auf den Langstreckentest in Leipzig vor. Die aus Lingen stammende und bereits auf nationalem Terrain erfolgreiche Athletin trainiert seit einem Jahr beim RVM. Mit dem Ziel, sich für einen der hart umkämpften Rollsitz-Plätze in einem Skullboot bei der U-23-WM Ende August in Rotterdam in Position zu bringen, geht sie in Leipzig im Einer an den Start.

Das U-23-Duo Richard Bensmann und Maximilian Wagner trainiert am Bundesstützpunkt in Dortmund, wo sich auch die Kandidaten des Deutschlandachters auf die olympischen Spiele in Rio vorbereiten. Die zwei Athleten schielen auf Plätze im Zweier, Vierer oder Achter der offenen Gewichtsklasse in Rotterdam.

Ida Kruse befindet sich für ein Auslandsjahr an einem US-College in Ohio und kehrt im Juni zurück. Sie hofft auf einen Sitzplatz in einem Boot bei der U-23-WM. Den Seniorenkader komplettieren Marie Verspohl, Constantin Dormann und Florian Möller.

Schwinde peilt Ticket an

Bei den Junioren reckt insbesondere Henri Schwinde seine Arme nach einem Ticket für die Junioren-WM aus. Diese findet im Juli im litauischen Trakai statt. „Dieses Jahr will ich es unbedingt schaffen und habe dafür hart trainiert,” sagte Skuller Schwinde

Am nächsten Wochenende gehen in Oberhausen die Riemen-Junioren Yannik Sacherer, Ole Kruse, John Heithoff und Mika Kohout im Zweier auf die Sechs-km-Distanz. Anton Bühlmeyer startet hier im Einer. Ebenfalls in Oberhausen – allerdings in der Leichtgewichtsklasse – werden Josef Schubert, Maximilan Micus und Bennet Pennekamp ihren ersten Saisonwettkampf absolvieren. Bei den 14- und 15-jährigen gehen sieben RVM-Sportler an den Start.

Für den jüngeren Nachwuchs geht es darum, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln, auf Landesebene gut abzuschneiden und sich so für den Bundeswettbewerb in Salzgitter Ende Juni zu qualifizieren. „Wir haben hier eine große Gruppe von Mädchen und Jungen, die hoch motiviert sind. Ich bin gespannt, was sie diese Saison erreichen. Wichtig ist uns jedoch vor allem, dass sie weiterhin sehr viel Spaß am Training haben”, so Trainerin Luisa Eichler.

Für Chefcoach Kortmann ist die Sache klar: „Im Winter werden Meister gemacht. Wir haben die Zeit gut genutzt und sind physisch und technisch fit. Alle Ruderer brennen darauf, dass es endlich losgeht und wir wissen, wo wir national stehen.”

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