Mi., 09.03.2016

Volleyball: Bundesliga Für den USC gab es seit 2005 nur einmal Edelmetall

Bei der letzten Deutschen Meisterschaft des USC Münster war Andrea Berg noch dabei. Seit 2005 aber läuft der Volleyball-Bundesligist seinem nächsten Titel aber hinterher.

Bei der letzten Deutschen Meisterschaft des USC Münster war Andrea Berg noch dabei. Seit 2005 aber läuft der Volleyball-Bundesligist seinem nächsten Titel aber hinterher. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Lange liegen die letzten Erfolge des USC Münster zurück, letztmals jubelten die Unabhängigen 2005 beim Gewinn des Doubles über Titel. Und auch wenn die Deutsche Meisterschaft in diesem Jahr eher unwahrscheinlich ist, ist die Hoffnung auf den Einzug ins Halbfinale so groß wie lange nicht.

Von Henner Henning

Der Pfingstsonntag 2005, es war der 15. Mai, war der letzte riesengroße Feiertag des USC Münster. Die damalige Kapitänin Andrea Berg führte nach dem 3:0-Erfolg über die Roten Raben Vilsbiburg und dem damit verbundenen Gewinn der Deutschen Meisterschaft die Raupe an. Unvergessen auch, wie Münsters Coach Axel Büring mit seinem Trainerkollegen Michael Schöps die Gold- und Silbermedaille jeweils in der Mitte zersägte und teilte. Seitdem aber wartet der Volleyball-Bundesligist auf einen weiteren Titel, nur einmal noch – 2006 im Pokalfinale – schnupperte Münster am großen Wurf.

Und auch wenn in der aktuellen Saison der Titel bei der Stärke des Top-Trios Dresdner SC, Schweriner SC und Allianz MTV Stuttgart in die Kategorie Sensation fallen würde und eher unwahrscheinlich ist, so weckt Platz vier nach der Hauptrunde Hoffnung auf den Einzug ins Playoff-Halbfinale. Es wäre das erste Mal seit der Spielzeit 2011/12, dass Münster Edelmetall gewinnen würde, damals gab es nach dem Aus in der Vorschlussrunde gegen Dresden Bronze für den damaligen Hauptrunden-Vierten um die Top-Angreiferinnen Hana Cutura und Lonneke Sloetjes. In den folgenden Jahren reichte es für die Unabhängigen jeweils zu Platz fünf, 2013/14 und 2014/15 mussten sie vor dem Viertelfinale noch die Pre-Playoffs gegen den Köpenicker SC und die VolleyStars Thüringen überstehen.

Zweimal in den Playdowns

Die Ergebnisse seit der Rückkehr zum Playoff-Modus waren eine Steigerung im Vergleich zu den abschließenden Platzierungen, die Münster in den Saisons 2008/09 und 2010/11 – in dieser Zeit spielte die Bundesliga nur eine Hauptrunde und keine Playoffs – erreichte. Rang neun, Rang acht, Rang acht, mehr als diese überschaubare Ausbeute gab es für das Team vom Berg Fidel nicht, das nahtlos an die beiden Vorjahre (Achter und Neunter) anknüpfte. In denen musste sich der USC in den Playdowns abmühen und durfte nur aus der Ferne betrachten, wie die enteilte Konkurrenz aus Dresden (2007) und Vilsbiburg (2008) die Titel feierte.

Die Zeiten, als die Westfalen die Top-Teams mit dem Fernglas beobachten mussten, sind vorbei. Gegen Dresden und Schwerin punktete die Truppe von Trainer Andreas Vollmer in dieser Spielzeit, gegen Stuttgart gab es einen Heimsieg. Wie auch gegen den VC Wiesbaden, den kommenden Gegner im Viertelfinale. Auf das 2:3 im Hinspiel folgte am Berg Fidel ein Tiebreak-Erfolg. Allein diese beiden Ergebnisse versprechen beim Wiedersehen mit den Hessen spannende Duelle. Und hat der USC dann das bessere Ende auf seiner Seite, gibt es auch mal wieder Edelmetall. Mindestens Bronze.

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