So., 13.03.2016

Fußball: Westfalenliga TuS Hiltrup beim Remis gegen Hassel mit dem Glück des Tüchtigen

Nichts wird verschenkt: Der Hiltruper Philipp Plöger (r.) und Hassels Emre Köksal führen hier einen harten Zweikampf.

Nichts wird verschenkt: Der Hiltruper Philipp Plöger (r.) und Hassels Emre Köksal führen hier einen harten Zweikampf. Foto: Wilfried Hiegemann

Münster - 

Auf den letzten Drücker hat sich der TuS Hiltrup im Heimspiel gegen die YEG Hassel noch einen Punkt gesichert. Jannik Bohnen traf wenige Augenblicke vor dem Abpfiff zum Unentschieden, das allerdings glücklich war für den Gastgeber – wie auch Coach Martin Kastner zugab.

Von Pjer Biederstädt

Erst kein Pech gehabt, und dann kam auch noch Glück dazu. Unter diesem Titel findet der Punktgewinn des TuS Hiltrup im Heimspiel gegen YEG Hassel die korrekte Einordnung. Denn die Gäste aus Gelsenkirchen hatten beim 1:1 (0:1) die klar besseren Chancen. Ihre Fahrlässigkeit, TuS-Torwart Romain Böcker und ein Abstaubertor verhinderten Hiltrups Pleite.

Wer weiß, vielleicht hätte es wieder ein 7:3-Spektakel gegeben wie im Hinspiel, wenn Diogo Castro 20 Sekunden nach Anpfiff seinen Schlenzer nach starkem Solo in den Knick gezwirbelt hätte oder eine Zeigerumdrehung später den Konter zur Führung genutzt hätte. Waren es in Hassel noch die Hiltruper, die wirbelten, so zog diesmal die türkische Elf die Hausherren gründlich auf links. Denn nach den beiden Möglichkeiten des Kapitäns und einem Drehschuss von Robin Wellermann (9.), der den verletzten Guglielmo Maddente in der Sturmspitze vertrat, spielte nur Hassel.

YEG überlegen

Ali-Can Ciloglu brach gleich zwei Mal über rechts durch und bediente erst Ridvan Güleryüz, der aus vier Metern neben das Tor schoss (19.), dann Faruk Gülgün, der erst am Pfosten und im zweiten Versuch an Schnapper Böcker scheiterte (24.). YEG war technisch besser, kombinierte sich ein ums andere Mal vor den TuS-Kasten. Die verdiente Führung erzielte der starke Mittelfeld-Regisseur Mesut Özkaya mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern (32.). Er war es aber auch, der per Kopf das sichere 2:0 (33.) vergab.

Nachdem der Orkan an Hiltrup vorbeigezogen war, stabilisierte sich die Elf von Trainer Martin Kastner. „Wir hatten aufgrund der Verletztenmisere kaum Wechseloptionen“, erklärte Kastner den fehlenden Zug zum Tor. Der Wille war vor allem beim nimmermüden Castro erkennbar, der durchs Mittelfeld rochierte.

Der Ausgleich fiel dann nach einem Standard. Wellermann donnerte einen Freistoß fast vom Seitenaus direkt aufs Tor, den Abpraller von der Latte verwertete Jannik Bohnen zu seinem achten Saisontor (82.) für den Tabellendritten. „Unterm Strich ein glücklicher Punkt“, sagte Kastner über die Szene am Ende, in der Torwart Böcker sensationell gegen Ali Serhan parierte (90.). Da war Gülgün schon mit Gelb-Rot vom Platz geflogen (89.).

TuS: Böcker – Rottstegge, Plöger, Ziegner, Blesz – Brüggemann, Kleine-Wilke (73. Hoeveler) – Schölling (60. Fromme), Castro, Bohnen - Wellermann

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