So., 13.03.2016

Fußball: Westfalenliga Desaströser Gievenbecker Auftritt gegen Sinsen

Die Szene, die zumindest theoretisch dem Spiel einen anderen Verlauf hätte geben können: Fabian Gerick (r.) zieht ab und trifft nur das Lattenkreuz der Sinsener.

Die Szene, die zumindest theoretisch dem Spiel einen anderen Verlauf hätte geben können: Fabian Gerick (r.) zieht ab und trifft nur das Lattenkreuz der Sinsener. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das sieht man selten vom 1. FC Gievenbeck: Bei der 1:2-Niederlage gegen den TuS Sinsen stand das Team komplett neben den Schuhen. Obwohl am Ende sogar Chancen für einen Punkt da waren, war die Pleite mehr als verdient.

Von Julian Bischoff

Der Konjunktiv ist ein gern gewähltes Stilmittel für die Analyse von Fußballspielen. Was wäre passiert, wenn ...? Bei der 1:2 (0:1)-Heimniederlage des 1. FC Gievenbeck gegen Aufsteiger TuS 05 Sinsen kam es in der zehnten Spielminute zu einer Szene, die unter normalen Umständen zu solch einem Gedankenspiel angeregt hätte.

Fabian Gerick traf aus sieben Metern das Lattenkreuz – was wäre passiert, wenn der Offensivakteur des FCG etwas besser gezielt hätte? Doch an diesem Sonntagnachmittag erübrigten sich derlei Überlegungen – zu desolat präsentierten sich die Gastgeber in diesen 90 Minuten, an deren Ende eine mehr als gerechte Niederlage stand. Die große Chance in der Anfangsphase diente den Hausherren nicht etwa als Initialzündung, das Gegenteil war der Fall. Ab diesem Moment war der TuS das klar spielbestimmende Team, während sich die Gievenbecker in sämtlichen Mannschaftsteilen ungewohnte und teilweise absurde Fehler erlaubten. Und so konnte das frühe 1:0 für die Gäste nicht sonderlich überraschen, Patrick Goecke schoss aus kurzer Distanz ein (17.). Es folgten weitere gute Gelegenheiten der Marler, Gievenbecks gut besetzte Offensive hingegen lag komplett brach.

Wenige Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit fing sich die Elf von Trainer Benjamin Heeke schließlich das 0:2. Alper Özgen war per Kopf nach einer Standardsituation zur Stelle (49.). Dass sich dem FCG an diesem Nachmittag kein absolutes Komplettversagen attestieren ließ, lag lediglich an Nico Eschhaus. Der Schlussmann war als einziges Mitglied seiner Mannschaft auf der Höhe, durch zwei herausragende Paraden gegen Timo Schumski kurz nacheinander verhinderte er die vorzeitige Vorentscheidung zugunsten der Gäste (62.).

Und so wurde es noch einmal richtig spannend, als Gerick mit einem satten Schuss in der Schlussphase der Anschluss gelang (83.). Tristan Niemann (88.) und erneut Gerick (90.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß – doch hätte ein Gievenbecker Punktgewinn nach einer solchen Leistung beinahe an Frevel gegrenzt. Das sah auch Heeke nicht anders. „Ich habe selten ein Spiel erlebt, nach dem meine Mannschaft derart verdient als Verlierer vom Platz gegangen ist“, sagte er.

FCG: Eschhaus – Krasenbrink, Göttsch, Rieger (77. Franke), von der Ley – Natrup (56. Heubrock), Bezhaev, Brinker (56. Donner), Keil – Gerick, Niemann

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