Mo., 14.03.2016

Interview mit langjährigem Vorsitzenden Kreisschiedsrichter-Ausschuss: Keine erneute Kandidatur von Melchers

Interview mit langjährigem Vorsitzenden : Kreisschiedsrichter-Ausschuss: Keine erneute Kandidatur von Melchers

Norbert Reisener (li.) ehrte 2011 Gereon Melchers mit der goldenen Ehrennadel des FLVW. Foto: Peter Leßmann

Gereon Melchers (56) hat am Mittwoch erklärt, auf dem Kreistag des Kreises 24 (Münster/Warendorf) am kommenden Donnerstag nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden im Kreisschiedsrichter-Ausschuss (KSA) zu kandidieren. 18 Jahre lang hatte der Telgter das Amt bekleidet. Nach monatelanger Unruhe im Hintergrund und Positionsspielen reagierte Melchers nun wie ein Schiedsrichter: klar und konsequent.

Von Uwe Niemeyer

Was hat dazu geführt, sich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stellen?

Melchers: Eine Antwort, die ins Detail geht, würde nicht gut sein. Fest steht, dass so eine Entscheidung reift. Ursprünglich hatte ich vorgesehen, letztmals noch einmal drei Jahre anzutreten und in dieser Zeit den Nachwuchs aufzubauen und vorzubereiten. Aber andere, auch der Kreisvorsitzende, haben wohl darüber anders gedacht.

Was bleibt nach 18 Jahren hängen?

Melchers: Das ist eine lange Zeit, in der es viele schöne Erlebnisse gab. Die positiven Momente überwiegen in deutlichem Maße im Vergleich zu den negativen. Es sind viele Freundschaften entstanden. Die Reaktion auf meine Erklärung hat mich bewegt. Ich habe wohl grundsätzlich nichts falsch gelegen.

Wird die Aufgabe des KSA-Vorsitzenden unterschätzt?

Melchers: Mit Sicherheit. Davon bin ich überzeugt. 15 bis 20 Stunden in der Woche muss man mindestens investieren. Zudem benötigt man ein gutes Team. Das hatte ich, allen voran mit meinem Vertreter Richard Bonhof. Das Verhältnis hätte nicht besser sein können.

Grundsätzlich zur Situation der Schiedsrichter: Hat sich das Verhältnis zu den Spielern und der Umgang gewandelt?

Melchers: Es gibt immer Ausreißer, zu allen Seiten. Es gibt Spieler, die sich nicht gut benehmen. Aber auch Schiedsrichter, die unglücklich auftreten. Das sollte man nicht überbewerten, ist eine allgemeine Entwicklung. Jeder Schiedsrichter aber ist und bleibt wichtig.

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3868567?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F