Mi., 16.03.2016

Fußball: 3. Liga Mittelmaß diktiert – die Preußen sind mittendrin

Fußball: 3. Liga : Mittelmaß diktiert – die Preußen sind mittendrin

Abdenour Amachaibou leidet an einer Fußheberschwäche und steht aktuell nicht für einen Einsatz zir Verfügung Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die dritte Liga ist in der laufenden Spielzeit nicht unbedingt ein Zuschauermagnet – auch in Münster nicht. Bei drei von vier Spielen im Jahr 2016 war das Preußenstadion nicht einmal halb voll – und jetzt kommt der VfR Aalen.

Von Ansgar Griebel

Es ist ruhig geworden an der Hammer Straße 304: Als Ausflugstipp taugt das (halbwegs) gute (und sehr) alte Preußenstadion derzeit nur noch bedingt. In den vier Punktspielen im Jahr 2016 wollten durchschnittlich 7432 Zuschauer die Preußen spielen sehen. Das ist weit hinter den Erwartungen und Kalkulationen – zumal das Derby gegen Osnabrück mit 10077 Zuschauern den Schnitt noch schönt. Gegen Erfurt (6338), Halle (6781) und Chemnitz (6532) wurde die 7000er-Marke jeweils deutlich verfehlt. Die Preußen zahlen damit den Preis für das sportliche Mittelmaß, das der Verein derzeit auf dem Platz repräsentiert – und auch für eine Liga, die in der laufenden Spielzeit nicht wirklich überzeugen kann. Spitzenreiter Dresden fehlt der ernsthafte Herausforderer, der Rest der Liga verspricht zwar Spannung, nicht zwingend jedoch Klasse. 105 der insgesamt 299 absolvierten Partien endeten ohne Sieger, damit ist Liga drei mit Abstand die unentschiedenste Spielklasse im deutschen Profi-Fußball.

An diesem Samstag ist der VfR Aalen zu Gast im Preußenstadion. Der Zweitliga-Absteiger dient auch nicht unbedingt als Kassenschlager. Im Niemandsland zwischen Stuttgart und Ulm führt das Städtchen Aalen ein ebenso unauffälliges Dasein wie als Elfter der Liga. Vier Punkte hinter den Preußen und sechs vor den Abstiegsplätzen warten die Jungs von Ex-Preußen-Trainer Peter Vollmann jetzt auf den Vollzug in Sachen Klassenerhalt. Münster dagegen sieht nach wie vor die Bremslichter des bummelnden Aufstiegszugs in der Ferne leuchten – und könnte mit einer Siegesserie noch einmal in Kontakt treten. Dafür würde sich ein Besuch an der Hammer Straße 304 dann doch wieder lohnen.

Fans machen mobil

Am vergangenen Samstag hatten sich die Fans des SC Preußen beim Auswärtsspiel im fernen Stuttgart noch die Bestnoten verdient und ihr Team bis zum Schlusspfiff unermüdlich angefeuert. Dass es am Ende nicht zu einem Punkt reichte, lag sicher nicht an den rund 300 mitgereisten SCP-Anhängern.Auch an diesem Wochenende machen die Preußen-Fans mobil – zunächst sich selber und außerhalb des Stadions. Im Rahmen der Aktion „Sauberes Münster“ der Abfall-Wirtschaftsbetriebe Münster versammeln sich die Fans am Freitag um 16 Uhr am Preußenstadion und an der Hammer Straße Freiwillige zum Großreinemachen. Zwei Stunden lang geht es dem Müll an den Kragen – anschließend den Würstchen, die im Anschluss als Belohnung beim Angrillen am Fanport vertilgt werden.Tags drauf wird wieder für die Mannschaft die Trommel gerührt, die ab 14 Uhr gegen den VfR Aalen gefordert ist.

Nur dabei statt mittendrin ist dann übrigens auch Abdenour Amachaibou, bei dem jetzt eine Fußheberschwäche diagnostiziert wurde. Eine Fußballerleiden, dessen Dauer nur schwer vorherzusagen ist. Adriano Grimaldi fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus, Amaury Bischoff drehte am Dienstag einsame Runden. Hier hofft Trainer Horst Steffen noch auf einen Einsatz am Samstag. Bischoff hatte sich im Training in der vergangenen Woche eine Rippenfraktur zugezogen. Einen Termin beim Mannschaftsarzt benötigte am Dienstag auch Benjamin Schwarz, den muskuläre Probleme plagten.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3871026?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F