Di., 15.03.2016

Volleyball-Bundesliga Wiesbaden ist bereit für das Duell mit dem USC Münster

Szene aus dem Heimspiel vor einem Monat: Die Wiesbadenerinnen Jennifer Pettke (links) und Annalena Mach stellen einen Doppelblock gegen USC-Angreiferin Leonie Schwertmann. Münster gewann die Partie nach 0:2-Rückstand 3:2.

Szene aus dem Heimspiel vor einem Monat: Die Wiesbadenerinnen Jennifer Pettke (links) und Annalena Mach stellen einen Doppelblock gegen USC-Angreiferin Leonie Schwertmann. Münster gewann die Partie nach 0:2-Rückstand 3:2. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Eine Tabelle gibt es nicht mehr, jetzt ist die große Zeit der K.o.-Runden. Im Volleyball-Oberhaus der Frauen beginnt am Wochenende das Playoff-Viertelfinale. Der USC hat den VC Wiesbaden zum Gegner und am Sonntag zunächst Heimrecht. Die Gäste reisen durchaus zuversichtlich an.

Von Wilfried Sprenger

Wiesbaden hat die Hauptrunde auf Rang fünf abgeschlossen. Bei nicht allen waren die Hessen so weit oben auf dem Zettel. Neuer Trainer, neuer Vorstand, viele neue Spielerinnen: Der VCW hat den Umbruch binnen kurzer Zeit erfolgreich vollzogen. Und dabei auch noch international Schlagzeilen geschrieben. „Wir waren im Viertelfinale des Challenge Cups. Das kann man durchaus als historischen Erfolg werten“, sagt Trainer Dirk Groß.

Trainer früher Konkurrenten in der Schweiz

Der A-Lizenz-Inhaber trägt seit dem Sommer vergangenen Jahres die sportliche Verantwortung in der Landeshauptstadt. Pikanterie am Rande: Groß trat die Nachfolge von Andreas Vollmer an, der einen laufenden Vertrag auflöste, um frei zu sein für einen Wechsel nach Münster. Auch Groß (früher Co-Trainer in Schwerte und Schwerin) ging beim Schweizer Erstligisten Schaffhausen vorzeitig, die Rückkehr in die Bundesliga hatte einen ganz besonderen Reiz. In der Schweiz waren Groß und Vollmer schon einmal Konkurrenten. Jetzt gibt es Duelle im deutschen Oberhaus. Nach zwei Begegnungen in der Hauptrunde steht es 1:1, beide Partien gingen über fünf Sätze.

Dirk Groß liefert in Wiesbaden gute Arbeit ab. „Platz fünf ist gut, wir sind sehr zufrieden. Aber das macht uns nicht satt. Münster hat im Viertelfinale mehr Druck, ich sehe durchaus Chancen für uns. Alles, was wir angegangen sind, hat bislang gut funktioniert.“

Spiele und Termine

Pre-Playoffs: Potsdam – Aachen 3:0   Aachen – Potsdam 0:3   Köpenick – Hamburg 3:2   Hamburg – Köpenick 1:3

Playoff-Viertelfinale: ►Dresden – Köpenick (19. März) Köpenick – Dresden (26. März) Dresden – Köpenick (30. März, mögliches drittes Spiel) ►Schwerin – Potsdam (19. März)Potsdam – Schwerin (26. März) Schwerin – Potsdam (30. März, mögliches drittes Spiel) ►Stuttgart – Vilsbiburg (19. März) Vilsbiburg – Stuttgart (26. März) Stuttgart – Vilsbiburg (30. März, mögliches drittes Spiel) ►Münster – Wiesbaden (20. März) Wiesbaden – Münster (26. März) Münster – Wiesbaden (30. März, mögliches drittes Spiel)

Der USC wollte unbedingt Rang vier, der ihm in einem möglichen dritten Spiel Heimrecht beschert. Groß mochte sich mit Überlegungen dieser Art nicht beschäftigen: „Es geht darum, die beste Leistung abzurufen, das kann auswärts ebenso gut gelingen wie daheim.“

Groß sieht Münster „individuell vorn. Der USC hat sehr gute Einzelspielerinnen, aber das sagt ja nichts über die Qualität einer Mannschaft. Unsere Stärke ist die Homogenität. Darauf setzen wir auch im Viertelfinale“, erklärt der Coach.

Groß und Vollmer kennen sich lange und gut. Sie tauschen sich regelmäßig aus. „Ich würde uns als gute Kumpel bezeichnen“, meint Dirk Groß. Sonntag sind sie Konkurrenten. Es geht um den Einzug ins Halbfinale. Die Sache könnte sehr spannend werden. Im Februar lag der USC bereits 0:2 hinten, ehe er die Wende schaffte und schließlich im Tiebreak gewann.

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