Fr., 18.03.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga Besonderes Duell zwischen USC und Wiesbaden

Vor dem Playoff-Viertelfinale gegen den VC Wiesbaden wächst auch bei Ines Bathen die Spannung. Die USC-Angreiferin peilt mit dem Volleyball-Bundesligisten das Halbfinale an – und damit wie 2012 eine Medaille.

Vor dem Playoff-Viertelfinale gegen den VC Wiesbaden wächst auch bei Ines Bathen die Spannung. Die USC-Angreiferin peilt mit dem Volleyball-Bundesligisten das Halbfinale an – und damit wie 2012 eine Medaille. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Wie 2013 und 2014 kommt es im Playoff-Viertelfinale zum Duell zwischen dem USC Münster und dem VC Wiesbaden. Dieses Aufeinandertreffen birgt aber auch auf anderen Ebenen Brisanz und Spannung, wie schon die Hauptrunde bewies.

Von Henner Henning

Von der Papierform her gilt im Playoff-Baum das Duell zwischen der viert- und fünftplatzierten Mannschaft nach der Hauptrunde als das engste Viertelfinale. Dies trifft auch in besonderem Maße auf die anstehende Paarung zwischen dem USC Münster und dem VC Wiesbaden zu, in der sich vor dem ersten Spiel am Sonntag (14.30 Uhr, Berg Fidel) spannende Aspekte wiederfinden.

Aus sportlicher Sicht verspricht der westfälisch-hessische Vergleich ein Duell auf Augenhöhe, wie die Zahlen der Hauptrunde belegen. Mit nur einem Punkt und einem Satz mehr beendete der USC die 24-teilige Serie vor den Playoffs, überholte den VCW erst am letzten Spieltag dank der Schützenhilfe des Schweriner SC. So knapp wie das Rennen um Rang vier endete, so eng verliefen auch die beiden Begegnungen der aktuellen Saison. Mit 2:3 unterlag Münster in Wiesbaden und revanchierte sich dann im Rückspiel mit einem Tiebreak-Erfolg. „Von den spielerischen und körperlichen Voraussetzungen treffen zwei ähnliche Mannschaften aufeinander. Die Duelle mit Wiesbaden waren immer spannend. Wir müssen einiges bieten, um zu gewinnen“, sagt USC-Angreiferin Ines Bathen, die selbstbewusst hinzufügt: „Aber unser Ziel ist es definitiv, das Halbfinale zu erreichen.“

Bathen „hoch motiviert“

Bathen war vor vier Jahren dabei, als sich die Unabhängigen letztmals für die Vorschlussrunde qualifizierten und kennt daher das Gefühl, eine Medaille um den Hals baumeln zu haben. Aber die 25-Jährige weiß auch, wie es sich anfühlt, im Viertelfinale zu scheitern. Und zwar auch gegen den VCW – wie vor zwei und auch vor drei Jahren. „Wir sind hoch motiviert, auch weil es gegen Wiesbaden geht. Das ist ein zusätzlicher Faktor“, meint Bathen.

Mit Sicherheit trifft diese Aussage auch auf Coach Andreas Vollmer zu, der bis 2015 den hessischen Club trainiert und vor 24 Monaten den USC in das Saisonaus befördert hat. Auch wenn der 49-Jährige das erneute Wiedersehen mit seiner Ex-Mannschaft nicht auf das Duell „Vollmer gegen den VCW“ reduzieren will, kann er die speziellen Umstände nicht ganz leugnen. „Es gibt natürlich noch einige freundschaftliche Beziehungen. Aber für mich ist es eine große Herausforderung zu zeigen, dass der VCW auch durch den Teil meiner Arbeit in den Playoffs erfolgreich war. Und jetzt will ich das mit meiner Arbeit in Münster zeigen“, erklärt Vollmer, der ein „heißes Duell“ erwartet. „Die Teams haben ähnliche Spielstrukturen, was auf längere Ballwechsel hinauslaufen kann. Entscheidend wird die Willenskraft sein. Da sehe ich uns im Vorteil und daher dann auch im Halbfinale.“

Spezielle Atmosphäre

Damit am Berg Fidel die Saison auch nach dem Viertelfinale noch weitergeht, hat sich Vollmer in den letzten Tagen bemüht, seine Schützlingen für die besondere Atmosphäre zu sensibilisieren. „Wir haben eine Playoff-Kultur geschaffen und alle Kräfte für diese Spiele gebündelt. Das wird eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir das schaffen“, sagt Vollmer optimistisch.

Denn auch personell kam der USC seit der letzten Hauptrundenpartie gegen Aurubis Hamburg (3:1) ohne nennenswerte Blessuren durch die Einheiten. „Wir sind physisch auf jeden Fall bereit und gehen gut vorbereitet ins Viertelfinale. Wir wissen, was zu tun ist“, sagt Vollmer. Gute Voraussetzungen also, dass sich Bathen am Ende der Saison mal wieder eine Medaille um den Hals hängen lassen darf.



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