Sa., 19.03.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga Playoff-Showdown zwischen USC und Wiesbaden beginnt

Zwei Mal trafen sich Münster und Wiesbaden in der Hauptrunde. Nun sehen sich USC-Kapitänin Leonie Schwertmann (l.) und die VCW-Spielerinnen Jennifer Pettke und Annalena Mach (r.) im Playoff-Viertelfinale wieder.

Zwei Mal trafen sich Münster und Wiesbaden in der Hauptrunde. Nun sehen sich USC-Kapitänin Leonie Schwertmann (l.) und die VCW-Spielerinnen Jennifer Pettke und Annalena Mach (r.) im Playoff-Viertelfinale wieder. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Es geht los. Am Sonntag. USC Münster gegen VC Wiesbaden. Playoffs. Viertelfinale. 14.30 Uhr. Halle Berg Fidel. Der Gastgeber will unbedingt unter die besten vier. Bei den Hessen fehlt die starke Elizabeth Hintemann vermutlich bis zum Saisonende.

Von Henner Henning

Wie man eine Mannschaft ins Playoff-Halbfinale führt, weiß Andreas Vollmer nur zu gut. In den vergangenen drei Jahren glückte dem Coach mit dem VC Wiesbaden die Qualifikation für die Vorschlussrunde, er gewann 2013, 2014 und 2015 jeweils Bronze mit den Hessen. Zu gerne würde der 49-Jährige auch in dieser Saison mit dem USC Münster wieder das Podest erklimmen, das erklärte Ziel ist der Sprung unter die besten vier. Dafür aber muss sich Vollmer mit seiner Mannschaft gegen den Ex-Club in der Best-of-three-Serie durchsetzen, die am Sonntag (14.30 Uhr) mit dem Heimspiel am Berg Fidel beginnt.

Aus seiner erfolgreichen Zeit beim VCW, den er 2013 ins Pokalfinale geführt hatte, ist dem Coach noch ein Großteil des gegnerischen Teams um die Zuspielerinnen Kaisa Alanko (Finnland) und Iveta Halbichova (Tschechien) oder die frühere Münsteranerin Rebecca Schäperklaus bekannt. Ein Vorteil? „Natürlich kenne ich die Mannschaft noch ganz gut. Aber taktisch wird es kaum Überraschungen geben, vielleicht in ein oder zwei Punkten. Wir haben die eigene Stärke in den Mittelpunkt gerückt. Wir wissen, was zu machen ist und wie es geht“, sagt Vollmer, der von dem Einzug ins Halbfinale fest überzeugt ist. „Die beiden Teams sind sich in der Spielstruktur ähnlich, entscheidend wird die Willenskraft sein. Und da es ein bisschen länger her ist, dass Münster eine Medaille gewonnen hat, ist die bei uns etwas höher“, prognostiziert der Trainer.

Auch Groß hat große Ziele

Doch auch sein befreundeter Kollege Dirk Groß hat mit Wiesbaden das Ziel und den Anspruch, das Saisonaus noch aufzuschieben. Dafür griff der Vollmer-Nachfolger in die Trickkiste und ließ von seinem Co-Trainer Christian Sossenheimer eine Bronzemedaille aus den vergangenen Jahren mit in die Kabine bringen und diese dann im Mannschaftskreis – um die Motivation zu steigern und die Lust auf das Duell mit dem Ex-Coach noch zu erhöhen. Dabei schiebt der 51-Jährige den Druck galant dem USC zu, ohne dabei die eigenen Qualitäten unter den Teppich zu kehren. Schließlich gewann der VCW, der am Berg Fidel auf die brasilianische Diagonalangreiferin Elizabeth Hintemann (Bandscheibenvorfall) verzichten muss, das Hinspiel gegen den USC mit 3:2 und lag in Münster bei einer 2:0-Satzführung lange auf Kurs Auswärtssieg.

„Das wird ein heißes Duell“, weiß daher auch Vollmer nicht nur aus der Erfahrung der beiden Treffen der Hauptrunde, die auch Kapitänin Leonie Schwertmann noch gut in Erinnerung hat. „In diesen Spielen hat jeweils die Heimsituation den Ausschlag gegeben, diesen Vorteil haben wir auf unserer Seite. Wenn wir es dazu schaffen, unsere Leistung über die komplette Spielzeit abzurufen, was uns in der Hauptrunde gegen Wiesbaden nicht gelungen ist, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen. Es wird Zeit, dass endlich Sonntag ist und es losgeht“, so Schwertmann. Mehr ist nicht zu sagen.



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