Mo., 21.03.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga Extra-Applaus für das gesamte USC-Team

Sarah Petrausch, hier gegen Wiesbadens Esther van Berkel (l.) und Rebecca Schäperklaus in erfolgreicher Aktion, zeigte eine klasse Leistung.

Sarah Petrausch, hier gegen Wiesbadens Esther van Berkel (l.) und Rebecca Schäperklaus in erfolgreicher Aktion, zeigte eine klasse Leistung. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Den Titel als beste USC-Spielerin sackte Michala Kvapilova ein nach dem ersten Playoff-Viertelfinale gegen den VC Wiesbaden. Doch beim 3:1 stach weniger nur die bärenstarke Tschechin hervor, sondern das ganze Team. Die Last verteilte sich auf mehrere Schultern – und da lag sie gut.

Von Henner Henning

Es war Michala Kvapilova, die nach der 107-minütigen Partie in den Genuss des Extra-Applauses kam. Wiesbadens Trainer Dirk Groß hatte die tschechische Angreiferin auserkoren und sie zur wertvollsten Spielerin des USC Münster gewählt. Doch beim 3:1-Erfolg, der einen perfekten Einstieg ins Playoff-Viertelfinale bedeutet, verdiente sich nicht nur die Tschechin (19 Punkte) gute Noten.

Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung des USC, der sich in kniffligen Phasen auf verschiedene Kräfte verlassen konnte. So steigerte sich nach einigen Wacklern in der Annahme Sarah Petrausch, überzeugte in Angriff, Abwehr und in der Blockarbeit. „Sarah hat ein super Spiel gemacht, war sehr präsent“, spendierte Coach Andreas Vollmer der 25-Jährigen ein Lob, das er umgehend auf seine komplette Mannschaft ausdehnte. „Ich bin mit den technischen Dingen und dem Engagement sehr zufrieden. Die Spielerinnen haben alle gut gearbeitet, haben alle eine hohe Intensität gezeigt.“

Und die war auch nötig, um den VCW nach zwei Sätzen auf Augenhöhe kleinzukriegen. Die starke Abwehr um die unheimlich flinke Libera Alyssa Longo (USA) entschärfte so manchen USC-Angriff, immer wieder kam der Ball zurück. „Wiesbaden hat unheimlich gut abgewehrt. Aber wir waren darauf vorbereitet und haben viel Geduld gezeigt“, erklärte Petrausch, die mit 14 Zählern drittbeste Scorerin Münsters war.

Zwischen Kvapilova und ihr reihte sich noch Ashley Benson (15 Zähler, darunter vier Aufschlagpunkte) ein, auch Leonie Schwertmann (11) und Sina Fuchs (10) punkteten zweistellig. „Wir wussten nach den beiden 3:2-Spielen der Hauptrunde, dass es eng wird. Aber wir konnten ab dem dritten Satz noch einmal richtig zulegen und so Wiesbadens Defensive knacken. Das war entscheidend“, sagte Kvapilova nach dem wohltuenden Sonderapplaus, den sie stellvertretend für das starke USC-Team entgegennahm.

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