Mo., 21.03.2016

Basketball: 1. Regionalliga WWU Baskets planen nächsten Schritt – Johnson geht wohl

Keine Meisterfeier, aber zumindest eine Party nach einer zufriedenstellenden Saison gab es für die WWU Baskets um (v.l.) Anselm Hartmann, Stephan Kreutzer, Trainer Philipp Kappenstein, Atilla Göknil und Betreuer Marco Lenz.

Keine Meisterfeier, aber zumindest eine Party nach einer zufriedenstellenden Saison gab es für die WWU Baskets um (v.l.) Anselm Hartmann, Stephan Kreutzer, Trainer Philipp Kappenstein, Atilla Göknil und Betreuer Marco Lenz. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Wieder Platz zwei. Ein Grund stolz zu sein für die WWU Baskets Münster. Zumal Meister FC Schalke 04 einfach zu stark schien. Doch Stagnation ist nicht der Plan des Clubs. In der nun beginnenden Saisonpause soll der Grundstein für einen Umbau des Kaders gelegt werden. Dallis Johnson wird wohl gehen.

Von Henner Henning

Die Feierlichkeiten zum Abschluss der Regionalliga-Saison fielen nach der letzten Schlusssirene gedämpft aus. Die Entscheidungen waren längst gefallen, den erneuten Vizetitel diesmal hinter dem Aufsteiger FC Schalke 04 hatten die WWU Baskets Münster einen Spieltag vor dem Ende klar gemacht. Übertriebenen Anlass zur ausgelassenen Freude gab es nicht, und doch gab es in der Unihalle noch Platz für Emotionen. So flossen bei Dallis Johnson Tränen, nach zwei Jahren scheint der sympathische wie beliebte US-Center und Top-Scorer seine Zelte in Münster abzubrechen – womöglich Richtung Pro B.

Mehr als eine Randnotiz für die Baskets, die nach dem erneuten zweiten Platz im kommenden Jahr einen weiteren Angriff wagen wollen – und sich dafür neu aufstellen werden und müssen. Auch wenn Trainer Philipp Kappenstein mit der jüngsten Spielrunde durchaus zufrieden ist. „Schalke war das bessere Team und ist verdient Meister geworden. Wir haben das Maximum herausgeholt“, sagte der Coach, der das Team aus der Vorsaison als „stärker“ einschätzte. „Wir haben mit Adam Touray einen wichtigen Spieler verloren, hatten keine optimale Vorbereitung, und der Kader war erst komplett, als die Saison schon lief. Das waren alles keine guten Voraussetzungen“, so Kappenstein. „Aber dennoch ist zu den Teams hinter uns eine riesige Lücke, die die anderen Mannschaften erst einmal schließen müssen. Wir haben uns trotzdem gut entwickelt und viel dazugelernt. Und trotzdem müssen wir jetzt den nächsten Schritt gehen“, sagte der 36-Jährige.

Neue Strukturen

Damit die Baskets ihren Vorsprung nicht nur wahren, sondern vielleicht sogar ausbauen, plant der Coach, seinem Kader eine neue Struktur und Ausrichtung zu verpassen. Schneller, höher, größer – nicht ganz das olympische Motto, aber die Maxime der Baskets. Der Kern der Truppe um Aufbau Anselm Hartmann, Jan und Andrej König soll bleiben, Manager Helge Stuckenholz steht in Gesprächen. Dazu soll nach Wünschen Kappensteins ein „Big Man“ kommen, der unter den Körben für Punkte, Rebounds und Präsenz sorgen soll. Ein echter „Go-to-Guy“ eben, der in entscheidenden Momenten und in wichtigen Spielen den Unterschied ausmacht. „Wir brauchen definitiv mehr Größe und Athletik. Und wir wollen noch einmal an Geschwindigkeit zulegen, obwohl wir ja schon schnell spielen“, formuliert Kappenstein seine Vorstellungen von einem neuen, etwas abgewandelten Spielstil, mit dem die Baskets weiter das münsterische Publikum anlocken und begeistern wollen. „Wir haben den besten Zuschauerschnitt der Regionalliga. Das macht uns stolz, denn es ist eine Bestätigung für unsere Arbeit“, sagte Kappenstein. Und stolz darf er sein. Denn auch der erneute Vizetitel ist aller Ehren wert.



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