Fr., 25.03.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga USC will in Wiesbaden Halbfinalticket lösen

Ashley Benson gehörte beim USC-Sieg im ersten Spiel des Viertelfinales zu den Besten. Doch Tanja Großer und Rebecca Schäper­klaus wollen am Samstag mit Wiesbaden ausgleichen.

Ashley Benson gehörte beim USC-Sieg im ersten Spiel des Viertelfinales zu den Besten. Doch Tanja Großer und Rebecca Schäper­klaus wollen am Samstag mit Wiesbaden ausgleichen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Der USC Münster hat den ersten Schritt Richtung Playoff-Halbfinale gemacht. Der zweite kann und soll am Samstag im Rückspiel beim VC Wiesbaden folgen. Notfalls wartet ein drittes Spiel am Mittwoch in Münster.

Von Henner Henning

Die halbe Miete ist im Kasten, der USC Münster ist am vergangenen Sonntag in Vorleistung getreten. Mit dem 3:1-Erfolg im ersten Playoff-Viertelfinale hat sich der Volleyball-Bundesligist eine gute Ausgangslage geschaffen und ist nun im Vorteil, ganz klar. Mehr aber hat der USC noch nicht geschafft. Ein letzter Schritt fehlt noch, um das gesteckte Ziel Halbfinale zu erreichen. Und den wollen die Schützlinge von Trainer Andreas Vollmer am liebsten schon am Samstag (15 Uhr) beim VC Wiesbaden gehen und damit den ersten von zwei Matchbällen nutzen.

Mit dem Bewusstsein, das richtige Rezept für das Duell mit dem VCW zu haben, macht sich Münster am Karfreitag nach einer zweistündigen Trainingseinheit auf den Weg in die hessische Landeshauptstadt. Die vier Sätze vom Sonntag zeigten dem USC, wie es gehen kann, nach zwei umkämpften Durchgängen dominierte die Vollmer-Truppe und gewann am Ende völlig verdient. „Unser Matchplan ist aufgegangen, wir haben viel richtig gemacht. Daher wissen wir, dass wir nichts Grundlegendes ändern müssen und dass wir auf einem guten Weg sind“, meint Kapitänin Leonie Schwertmann, die wie ihre Teamkolleginnen bei aller Freude über die Führung in der Best-of-three-Serie die Sinne weiter geschärft hat. „Wiesbaden wird wieder hart kämpfen, es wird wieder schwer. Aber wenn wir unser Ding durchziehen, bin ich mir sicher, dass wir gewinnen werden“, sagt Ashley Benson, die neben Schwertmann die Arbeit im münsterischen Mittelblock verrichtet.

Mit Selbstbewusstsein und Urvertrauen

Optimismus versprüht der USC auf allen Ebenen, die von Vollmer eingeforderte Playoff-Kultur hat das Team verinnerlicht. „Wir können selbstbewusst und mit Urvertrauen in das zweite Spiel am Samstag gehen“, erklärt der 49 Jahre alte Coach, der seiner Mannschaft für die kämpferische Einstellung eine Top-Note gab – bei den spielerischen und taktischen Elementen sieht Vollmer dagegen noch Raum für Steigerungen, die bei einer prompten Umsetzung schon am Samstag für das Weiterkommen sorgen könnten. „Unsere Werte waren im ersten Spiel gut, keine Frage. Aber es gibt auch noch ein paar Sachen in Annahme, Verteidigung, im Angriff und Block, die wir besser machen können“, sagt Vollmer.

Zu deutlich mehr Korrekturen muss dagegen sein Trainerkollege Dirk Groß greifen, dem mit seinem Team das vorzeitige Saisonende droht. „Die Situation hat sich für Wiesbaden geändert. Der VCW liegt anders als in den vergangenen Jahren erstmals zurück und kann ausscheiden“, sagt Vollmer, der zudem mit dem USC eine gute Auswärtsbilanz aufweisen kann. Mit 23 Punkten holte Münster in der Hauptrunde 50 Prozent seiner Zähler in der Fremde. Auch in Wiesbaden entführten die Westfalen einen Zähler, verloren aber mit 2:3. Ein Ergebnis, das der USC am Samstag drehen will.

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