Di., 20.09.2016

Rudern: Bundesliga Frauke Wagner rudert auf der Erfolgswelle

Eine eindrucksvolle Bilanz: RVM-Athletin Frauke Wagner (3.v.l.) und ihre Mädels aus Minden sicherten sich den Gesamtsieg in der Ruder-Bundesliga der Frauen.

Eine eindrucksvolle Bilanz: RVM-Athletin Frauke Wagner (3.v.l.) und ihre Mädels aus Minden sicherten sich den Gesamtsieg in der Ruder-Bundesliga der Frauen. Foto: Alexander Pischke

Münster - 

Frauke Wagner vom Ruderverein Münster saß im richtigen Boot in dieser Saison. Mit dem „Melitta-Achter” aus Minden siegte sie in der Ruder-Bundesliga. Aber der Triumph war noch nicht alles.

Beim finalen Renntag der Ruder-Bundesliga in Berlin sahnte Frauke Wagner vom RV Münster richtig ab. Mit dem „Melitta-Achter” aus Minden holte sie im Sprint gleich drei Medaillen.

Nach den ersten vier Renntagen führte die Mindener Crew mit münsterischer Verstärkung die Tabelle in der Damen-Bundesliga an. Jedoch saßen den Westfälinnen die Titelverteidigerinnen aus Krefeld mit nur einem Punkt Rückstand im Nacken. Die Entscheidung über den Titelgewinn in der Liga der besten deutschen Sprint-Achter musste also am letzten Regattatag auf der Spree vor der geschichtsträchtigen East-Side-Gallery fallen. „Wir müssen heute einen perfekten Renntag abliefern und vor allen Dingen im Kopf stark bleiben“, erklärte Frauke Wagner vom RVM im Vorfeld die Situation. „Das ist heute auch eine Sache der Nerven.“ Der Kampf um den Tagessieg geriet dabei schon fast zur Nebensächlichkeit.

Bereits im Auftakt-Zeitfahren konnte Wagner mit ihren Mindener Mitstreiterinnen eine überzeugende Vorstellung abliefern und erruderte die zweitschnellste Zeit aller Teams. Nach einem ungefährdeten Sieg im Achtelfinale sollte die Entscheidung über den Liga-Ausgang dann bereits im Viertelfinale fallen: Völlig überraschend unterlagen die Krefelderinnen hier einer Crew aus Hanau und zogen somit nicht in die Runde der besten vier ein. Als kurz darauf der Melitta-Achter vor einem Achter aus Hamburg über die Ziellinie kam, war der Jubel bei Wagner und Co. über den nun sicheren Titel als Liga-Champion 2016 groß. Für die Melitta-Mädels ging der Weg jetzt ohne den großen Druck weiter bis ins A-Finale. Dort mussten sie sich knapp dem Achter aus Lübeck geschlagen geben und holten somit Silber in der Tageswertung.

Gelegenheit, die beiden Triumphe gebührend zu feiern, blieb den Damen des Melitta-Achters zunächst nicht: Am nächsten Tag trat die Crew in der „Rowing Champions-League” gegen nationale und internationale Konkurrenz an. Hierfür galt es, sich nach den harten Rennen zu erholen. „Wir haben bereits fünf anstrengende Rennen in den Knochen und unsere Gegner aus dem Ausland gehen ausgeruht an den Start. Aber wir wollen natürlich als frischgebackener Gewinner der Ruderbundesliga auch in der Champions-League noch eine überzeugende Vorstellung abliefern“, so Team-Captain Alina Sachtleben. Nachdem die Crew um Wagner in den ersten Rennen nicht ganz ihr Potenzial abrufen konnte, lief es ab dem Halbfinalrennen wieder deutlich besser. Als bestes deutsches Boot schaffte der Achter den Einzug ins Finale. Hier erwartete die Crew einen Achter aus Prag, der vom Kräfteverschleiß des Melitta-Achters nach zwei anstrengenden Regattatagen profitierte und sich den Titel sicherte.

„Die Mädels sind eine super Saison gefahren. Gold in der Gesamtwertung der Bundesliga, zwei Tagessiege und zweimal Tages-Silber sowie Silber in der europäischen Liga sind eine großartige Gesamt-Bilanz”, lobte Trainer Christoph Knost das Achter-Team.

Nicht ganz so erfolgreich verlief das Debüt des „Münster-Achters” in der zweiten Ruder-Bundesliga der Männer: Nach fünf mehr und weniger guten Renntagen landete das junge münstersche Team von ARC und RVM am Ende abgeschlagen auf dem zwölften Platz. Mehr war nicht drin.

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