Do., 22.09.2016

Basketball: Regionalliga Ein frühes Spitzenspiel für die WWU Baskets

Genau zuhören, die Taktik umsetzen und das Spitzenspiel gewinnen: Baskets-Coach Philipp Kappenstein hofft, seinen Schützlingen für das Spitzenspiel gegen die BG Dorsten die richtige Marschroute mit auf den Weg zu geben.

Genau zuhören, die Taktik umsetzen und das Spitzenspiel gewinnen: Baskets-Coach Philipp Kappenstein hofft, seinen Schützlingen für das Spitzenspiel gegen die BG Dorsten die richtige Marschroute mit auf den Weg zu geben. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Schon am zweiten Spieltag haben die WWU Baskets aus Münster etwas zu verteidigen: Die Tabellenführung. Eine Momentaufnahme – nicht mehr, noch nicht. Mit der BG Dorsten wartet zur neuen Anwurfzeit um 19.30 Uhr in der Uni-Halle ein echter Härtefall auf die Kappenstein-Truppe. Folgt hier der zweite Sieg, dann kann aus der Momentaufnahme ein Dauerzustand werden.

Von Henner Henning

Nach nur einem Spieltag einer Saison gleich von einem Spitzenspiel zu sprechen, macht aus tabellarischer Sicht eigentlich keinen Sinn. Und doch ist der erste Heimauftritt der WWU Baskets Münster am Samstag (19.30 Uhr) eine Partie der besonderen Art. Nach dem erfolgreichen Auftakt bei der BBG Herford (87:61) wartet gleich die erste handfeste und aussagekräftige Standortbestimmung auf den Regionalligisten. Schließlich reist mit der BG Dorsten ein Team an, das direkt zum Saisonstart mit den ART Giants Düsseldorf einen Meisterschaftsfavoriten bezwungen hat – und ganz nebenbei den Baskets in den beiden Spielzeiten zuvor im Titelrennen zwei Mal kräftig in die Suppe gespuckt hat.

Nicht nur die Erfahrungen der jungen und älteren Vergangenheit lassen in Münster die Aufmerksamkeit hochschnellen. Vor der Saison verstärkte sich die BG mit dem 2,04 Meter großen Nino Janoschek (FC Schalke 04) sowie dem US-Italiener Matthew Pebole (Ascoli Baskets), die mit Center David Golembiowski (USA), dem Bulgaren Lyuben Paskov oder Faton Jetuallahi eine schlagkräftige Formation bilden. „Dorsten hat eine eingespielte Mannschaft, die sehr groß und athletisch ist und dazu erfahren und abgezockt spielt. Ich zähle die BG zu den besten vier Teams der Liga“, erklärt Baskets-Coach Philipp Kappenstein, der Dorstens 73:69 gegen Düsseldorf ausgiebig analysierte. „Das war eine gute Leistung, wir haben großen Respekt und wissen, dass es sehr schwierig wird. Aber wenn wir unsere Sachen machen, dann haben wir sehr gute Chancen, auch das zweite Spiel zu gewinnen“, sagt der Trainer.

Schnell, aggressiv und konsequent

Das Tempo hochhalten, defensiv aggressiv auftreten und dazu konsequent den Weg an das Brett suchen – das sind „unsere Sachen“, die Kappenstein seinen Schützlingen mit in das Prestigeduell gibt, das Münster in den Saisons 2014/15 und 2015/16 jeweils am Horstmarer Landweg gewann, auswärts aber bittere Rückschläge auf dem letztlich vergeblichen Weg zum Aufstieg einstecken musste.

Im Aufeinandertreffen des letztjährigen Zweitplatzierten mit seinem direkten Tabellennachbarn sieht Kappenstein neben dem Heimvorteil einen weiteren Faktor, der für sein Team spricht: der breite und qualitativ aufgewertete Kader. Während BG-Coach Ivan Rosic auf eine kleine Rotation setzt oder setzen muss, hat sein Gegenüber personell trotz des Fehlens von Andrej König (Oberschenkelprobleme) viele Optionen – und will diese nutzen. „Wir müssen viel Druck ausüben. Es darf kein Nachteil sein, dass wir viel wechseln können“, sagt Kappenstein vor dem Spitzenspiel. Denn ja, so darf man das Duell der Baskets mit Dorsten auch jetzt schon bezeichnen.

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