Di., 18.10.2016

Diskussionsrunde: „Zwei Seiten der Medaille“ Sportinternat beleuchtet duale Karriere

Diskussionsteilnehmer am kommenden Montag: Zehnkämpfer Jürgen Hingsen, hier mit seinem damaligen Dauerrivalen Daley Thompson (rechts).

Diskussionsteilnehmer am kommenden Montag: Zehnkämpfer Jürgen Hingsen, hier mit seinem damaligen Dauerrivalen Daley Thompson (rechts). Foto: Witters

Münster - 

Der Spagat zwischen Hochleistungssport und Ausbildung oder Beruf wird immer schwieriger. Welche Möglichkeiten und Perspektiven sich Athleten bieten, soll auf einer Veranstaltung des Sportinternats Münster am Montag in der Stadtwerke-Halle erörtert werden.

Von Jürgen Beckgerd

Top-Leistungen und berufliche Qualifikation – wie passt das zusammen? „Ein Sportler, der beispielsweise nach den Olympischen Spielen seine aktive Karriere beenden möchte und eine Sicherheit darüber hat, wie es für ihn persönlich dann weitergeht, kann in einem eventuellen Finale leistungsstärker sein“, sagte der ehemalige Ruder-Weltmeister und DOSB-Athletensprecher Christian Schreiber einmal vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages. Was aber, wenn sich nach der sportlichen Laufbahn eben keine berufliche Perspektive auftut? Das wäre dann die andere Seite der Medaille.

Genau diese Thematik greift eine Veranstaltung des münsterischen Sportinternats in Kooperation mit den Stadtwerken am kommenden Montag, 24. Oktober (17 Uhr) in der Mehrzweckhalle der Stadtwerke am Hafenplatz auf. „Zwei Seiten der Medaille! Ausbildung und Leistungssport – greift die duale Karriere?“ So lautet der Titel des Symposiums. Ein brandaktuelles Thema, das zurzeit mitunter sehr kontrovers diskutiert wird, gerade in den nach-olympischen Wochen.

Entsprechend hochkarätig ist das Diskussionspodium am Montag besetzt: Der ehemalige Zehnkampf-Weltrekordler, Vize-Europa- und -Weltmeister, Jürgen Hingsen ist dabei. Auch Philipp Stüer, münsterischer Ruder-Weltmeister im Deutschland-Achter und Vierer ohne Steuermann, Vielseitigkeitsreiterin und Dressur-Olympiasiegerin Ingrid Klimke sowie die USC-Beachvolleyballerin Kim Behrens bilden die erste Diskussionsrunde. Wobei die beiden Erstgenannten die Athleten, die in den vergangenen Jahrzehnten Erfolge feierten, repräsentieren. Klimke und Behrens stehen für die aktuelle Generation. Da lohnt ein Vergleich: Wie haben es Sportler damals geschafft, schulische beziehungsweise universitäre Karrieren neben dem höchst zeitintensiven Training zu verfolgen? Und: Was hat sich in der Zwischenzeit geändert, da auch staatlicherseits die dualen Karrieren gefördert werden? Der Spagat zwischen Sport, Ausbildung und Beruf ist nach wie vor einer für die Athleten, zumal die Belastungen in Schule (G8-Abitur) und Beruf wohl wachsen.

In diesem Zusammenhang spielen das münsterische Sportinternat, die Universität (Partnerhochschule des Spitzensports) und das Pascal-Gymnasium als NRW-Sportschule eine herausragende Rolle. Womit der Bogen zu den weiteren Diskussionsteilnehmern gespannt ist: Prof. Karen Zentgraf (Uni), Jürgen Brüggemann (Sportstiftung NRW), Ralf Brameier (Pascal-Gymnasium) und Ruth Funk (Internatsleiterin). Auch diese Runde verspricht interessante Einblicke in die Thematik. Eingeladen (der Eintritt ist kostenlos) sind Vertreter von Sportvereinen, weiterführenden Schulen und alle sportinteressierte Bürger.  

► Anmeldungen zu der Veranstaltung sind erforderlich:



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