Di., 29.11.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga USC-Spielerin Bathen: „Wir können viel besser spielen“

Volleyball: Damen-Bundesliga : USC-Spielerin Bathen: „Wir können viel besser spielen“

Energiegeladen: Ines Bathen bei einer Angriffsaktion. Verletzung und Erkrankung stoppen die 26-Jährige bislang in dieser Saison. Bald will sie wieder im Zentrum des Geschehens stehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Diese Pleite hatte niemand vorausgesehen. Das 0:3 des USC Münster gegen Vilsbiburg widersprach komplett den bisherigen Eindrücken – auch wenn die Krankheitswelle, die das Team erfasst hatte, einen Grund lieferte. Doch nun müssen Siege folgen, wie auch die dienstälteste Spielerin Ines Bathen betont.

Von Wilfried Sprenger

Ines Bathen hatte in dieser noch jungen Volleyball-Saison sehr überschaubare Einsatzzeiten. Zu Beginn wurde sie von einem Muskelfaserriss außer Gefecht gesetzt. Vergangene Woche erfasste auch sie jener Infekt, der im Bundesliga-Team des USC Münster die Runde machte. So kam die 25-Jährige auch im Heimspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg nicht wirklich zum Zuge. „Ich war nicht 100-prozentig fit, deshalb hat der Trainer mich wohl draußen gelassen“, sagte die Spielerin am Dienstag.

Ines Bathen, die gebürtige Sauerländerin, einst U-20-Weltmeisterin, ist die Dienstälteste im USC­Team. Ein emotionaler Typ, eine, die vorangeht und mitreißt. Wichtig auf dem Feld und außerhalb. Beim frustrierenden 0:3 gegen die Roten Raben hat sie fast nur draußen gestanden und zugeschaut. Diese Niederlage fühlte sich wie eine Klatsche an. „Es fällt mir schwer, zu beschreiben, was passiert ist. In jedem Fall hat es mich überrascht, es waren ja nicht alle Spielerinnen angeschlagen. Andererseits war die Trainingsgruppe zuletzt immer recht klein, mannschaftstaktisch konnten wir da wenig machen.“

Eigentlich hatte der USC vor, gegen Vilsbiburg zu punkten und Schwung mitzunehmen zum Auswärtsspiel am Samstag in Aachen. Es ist anders gekommen, ganz anders. „Ich hoffe nicht, dass sich das wiederholt. Und ich glaube nicht, dass uns dieses 0:3 verunsichert. Wir können viel besser spielen, die Umstände waren gegen Vilsbiburg sehr schlecht“, erklärt Bathen.

Mit fünf Punkten belegt der USC im Klassement aktuell den drittletzten Platz. Es sollte eine Momentaufnahme sein, das Bild ist schief, gegenüber Aachen und Suhl (je sieben Zähler) ist Münster zwei Partien zurück. „In den kommenden Wochen werden wir punkten“, sagt Bathen zuversichtlich. Tatsächlich haben die Unabhängigen gute Chancen, auf der Tabellenleiter zu klettern. Nach Aachen folgt zwar direkt das Heimspiel gegen Spitzenreiter Schwerin (7. Dezember), doch dann ist der USC mit den Teams aus der oberen Hälfte des Tableaus durch: Beim Köpenicker SC (10. Dezember), beim VCO Berlin (11. Dezember), gegen Suhl (18. Dezember) und in Erfurt (28. Dezember) sollte Münster reichlich Zählbares einfahren. „Wir streben das natürlich an. Und ich hoffe, dass ich dann auch selbst wieder einen Beitrag leisten kann“, so Bathen.

Spiel verlegt

Änderung im Terminkalender der Volleyball-Bundesliga: Das Spiel zwischen RR Vilsbiburg und dem USC Münster wurde wegen eines Nationalmannschaftseinsatzes (U 20) von Hanna Orthmann vom 8. auf den 31. Januar verlegt.



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