Fr., 17.02.2017

Leichtathletik: Deutsche Meisterschaften Von Münster nach Leipzig im Schnelldurchgang

Vierter der Meldeliste: Kai Sparenberg hofft bei der DM in Leipzig auf die Endlaufteinahme.

Vierter der Meldeliste: Kai Sparenberg hofft bei der DM in Leipzig auf die Endlaufteilnahme. Foto: Ralf Görlitz

Münster - 

In Leipzig treffen sich am Wochenende Deutschlands beste Leichathleten. Natürlich ist auch Münster vertreten. Die LG Brillux und der SC Preußen haben schnelle Athleten gen Osten geschickt.

Von Jürgen Beckgerd

Was geht in Leipzig – oder besser gefragt: Wie läuft es für die münsterischen Leichtathleten bei den Deutschen Hallenmeisterschaften an diesem Samstag und Sonntag in der Arena?

Über die lange Sprintstrecke hat Kai Sparenberg von der LG Brillux Münster zurzeit den statistischen Bonus, als aktuell Vierter der deutschen Hallen-Bestenliste zuvorderst genannt zu werden. Allerdings schleppte sich der 22-Jährige mit einer Oberschenkel-Verletzung durch die zurückliegenden Trainingstage. Er wird sich auf jeden Fall einer hochkarätigen, übermächtigen Konkurrenz stellen müssen. Als da wären: Der Leverkusener Aleixo-Platini Menga, der bei den Olympischen Spielen in Rio über die 200 Meter am Start war. Und der Wattenscheider Robin Erewa , der in der Halle und im Freien auf dieser Strecke schon fünf deutsche Meistertitel gesammelt hat. In Abwesenheit des Wattenscheiders Julian Reus werden die beiden in Leipzig wohl den Sieg unter sich ausmachen, darüber gibt es wohl keine zwei Meinungen. Erewa hält mit 20,73 Sekunden die Jahresbestzeit. Auch hier deutet sich eine spannende Entscheidung an, wer Vorjahressieger Reus als Titelträger folgen wird.

Kai Sparenberg setzt sich selbst das Finale als Ziel, will angesichts der muskulären Probleme aber auch nicht überdrehen bei seiner „zehnten oder elften DM-Teilnahme“ insgesamt. Eine gute Platzierung, das weiß der U-23-Athlet, „hängt natürlich auch ein wenig von der Bahnverteilung ab.“

Nur eine Hundertstel langsamer als Sparenberg ist in diesem Winter Jonas Breitkopf vom SC Preußen Münster gelaufen. Der Sprinter steht mit der sechstschnellsten Meldezeit in der Liste und will bei seiner DM-Premiere natürlich seine Bestzeit (21,61) über 200 Meter bestätigen. Damit könnte er den Endlauf erreichen.

Als erste SCP-Athletin geht Tabea Christ an diesem Samstag ins Rennen: Die 60-Meter-Sprinterin will in Leipzig versuchen, unter ihrer persönlichen Bestzeit (7,60 Sekunden) zu bleiben und den Zwischenlauf zu erreichen. Ihr Fokus liegt ohnehin auf den Deutschen Jugendmeisterschaften am kommenden Wochenende in Sindelfingen.

Ob Luisa Bodem im Weitsprung unter die Top Acht vordringen kann? Die Preußen-Athletin schlug sich in der Woche mit einer Erkältung herum.

Über die endgültige Besetzung der 4x200-Meter-Staffel wird erst „am Sonntag nach dem Frühstück“ entschieden, sagte Trainerin Elke Bartschat. Lena Malkus, Judith Wessling, Ronja Siekmann, Maren Silies, Imke Daalmann und Frieda Breitkopf stehen im Aufgebot des SC Preußen .



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