Di., 28.02.2017

Fußball: 3. Liga Preußen bereiten Ausgliederung der Profi-Abteilung vor

Christoph Strässer 

Christoph Strässer  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Lizenz-Unterlagen für die 2. und 3. Liga hat der SC Preußen pünktlich eingereicht. Möglich, dass der Verein im Sommer aber noch mal ein neues Zahlenwerk erstellen muss. Denn bis dahin möchten die Verantwortlichen die Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft vorantreiben.

Von Thomas Rellmann

Beruhigende Nachrichten lieferte der SC Preußen in der vergangenen Woche sportlich nicht gerade. Zumindest auf administrativer Ebene läuft aktuell aber alles nach Plan. Per Kurier schickte der Verein am Dienstagmorgen in aller Frühe die Lizenz-Unterlagen für die 3. Liga zum DFB nach Frankfurt. Der Bote hatte auch gleich die Dokumente für die 2. Liga an Bord, die an die DFL gingen. „Um 8 Uhr war die Empfangsbestätigung da“, so Präsidiumsmitglied Bernhard Niewöhner. Die Regionalliga-Schriftstücke folgen bis zum 15. März. „Im Vergleich war die Erstellung der Drittliga-Akten am schwierigsten. Für die 2. Liga bekommt man ja allein über die Fernsehgelder jeden Etat gedeckelt“, so Niewöhner.

Alle Anträge formulierte natürlich der eingetragene Verein SC Preußen. Geht es nach den Verantwortlichen des Clubs, soll die Lizenz, über die der Verband etwa Anfang Juni entscheidet und an der es keine Zweifel geben dürfte, allerdings für die neue Saison auf eine Kapitalgesellschaft übertragen werden. Stichwort Ausgliederung der Profifußball-Abteilung. Aufsichtsratsmitglied Walther Seinsch hatte mehrfach verdeutlicht, dass dieser Schritt zwingend sei, um den SCP zukunftsfähig zu machen. Der Zeitplan sieht vor, dass im kommenden Quartal die Weichen für diese Neuausrichtung gestellt werden. Zunächst sollen die Mitglieder einzeln per Schreiben informiert werden und eine Einladung zu einer Vorstellungsveranstaltung erhalten. Anschließend dürften sie auf einer Versammlung dann grünes Licht geben. „Ohne das Mandat unserer Mitglieder würden wir das Thema überhaupt nicht anfassen“, sagt Clubchef Christoph Strässer. Er und Niewöhner betonen, dass es keine Beschneidungen jedweder Rechte gebe.

Bereits jetzt wählt die Jahreshauptversammlung etwa das Präsidium nicht direkt, sondern nur den Aufsichtsrat, der die Clubführung anschließend bestimmt. In den vergangenen Monaten hat sich der Verein explizit juristisch beraten lassen, um auf die baldigen Schritte vorbereitet zu sein – etwa vom renommierten Sportanwalt Christoph Schickhardt. Läuft alles wie geplant und gelingt die Übertragung, erfolgt im Sommer eine neue DFB-Prüfung der Lizenzunterlagen, dann könnte der SCP auch mit ganz neuen Zahlen operieren. Welche Form einer Kapitalgesellschaft der Verein wählt, ist noch offen.



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