Mo., 20.03.2017

Fußball: Kreisliga Eintracht und der ESV haben gefährliche Gemeinsamkeiten

Engagiert und zuversichtlich: Trainer Markus Winkels hofft nach Saisonsieg Nummer zwei auf weitere Zähler des ESV Münster – und den Relegationsplatz.

Engagiert und zuversichtlich: Trainer Markus Winkels hofft nach Saisonsieg Nummer zwei auf weitere Zähler des ESV Münster – und den Relegationsplatz. Foto: Johannes Oetz

Münster - 

In den Kreisligen A1 und A2 geht es langsam aber sicher in die entscheidende Saisonphase. Am Tabellenende schöpfen die Clubs noch Hoffnung.

Von Uwe Niemeyer

Sie waren sich so fern und sind sich doch so ähnlich. Während der ESV Münster mit dem 1:0-Last-Minute-Sieg gegen BW Ottmarsbocholt seinen zweiten Saison-Dreier in der A 2 feierte, kam Eintracht mit 1:6 gegen Borussia Münster in der A 1 ordentlich unter die Räder. In den Clubheimen beider münsterischer Vertreter leuchtet aber die rote Laterne, läuten die Alarmglocken. Sowohl der ESV, als auch Eintracht zieren zu Beginn des letzten Drittels das Tabellenende.

Auf positive Momente müssen die „Eisenbahner“ aber nicht gänzlich verzichten. „Jetzt von Hoffnung zu sprechen, wäre etwas früh. Tatsächlich aber haben wir uns seit der Winterpause entwickel. Und es war schön, dass wir das Gefühl des Gewinnens wieder kennenlernen durften,“ sagt Trainer Markus Winkels unter dem Eindruck des 1:0-Erfolgs.

Sein Team (acht Punkte) verkürzte den Rückstand auf den Vorletzten Ottmars­bocholt (zwölf) auf vier Zähler. Da das rettende Ufer aber sieben Punkte entfernt ist, bleiben die Gäste vom Sonntag und der Relegationsplatz das Ziel. „Ich hoffe, dass es nicht die letzten Punkte waren. Aber die Spiele werden bekanntlich jetzt weniger,“ weiß Winkels.

Wie gut der Erfolg im Kellerduell tat, machte Julian Bartz deutlich. „Wenn sie das Ding gemacht hätten, hätten sie mich gebrochen“, atmete der ESV-Akteur auf. Un­mittelbar vor dem Tor des Tages durch Ardian Osmani (90.+1) besaßen die Gäste eine Riesenchance zur Führung – und wohl zum Sieg.

Von dem war Eintracht Münster (zwölf Punkte) beim 1:6 gegen Borussia Münster weit entfernt. Näher ist da noch das rettende Ufer. BW Beelen (16) auf dem ersten Nichtabstiegsrang ist nur vier Punkte voraus. Dazwischen rangiert der Vorletzte GW Westkirchen (14), hat aber noch ein Nachholspiel zu absolvieren, kann somit Boden gut­machen. Was auch der Coach so sieht. „Ich mache mir noch keine Sorgen. Denn noch sind wir nicht auf andere angewiesen. Entscheidend werden die Spiele gegen GW Westkirchen und BW Beelen sein“, rechnet Sebastian Klute vor. Mit Zählbarem rechnet er spätestens schon wieder nach der Partie vom kommenden Sonntag beim VfL Wolbeck.

Dass die Eintracht seit Wiederbeginn der Punktrunde sogar zwei Zähler auf die Konkurrenz gutgemacht hat, stimmt Klute zudem zuversichtlich. Dazu zählten immerhin Unentschieden gegen die Top-Teams SG Telgte (1:1) und GW Gelmer (0:0). Nicht zu hoch aufhängen mag der 33-Jährige die jüngste Klatsche. „Das war ein Tag zum Vergessen. So einen hat man mal.“

Einen guten Tag erwischte hingegen Concordia Albachten in der A 2. Die Truckenbrod-Truppe (45 Punkte) nutzte das torlose Remis zwischen Wacker Mecklenbeck (43) und dem SV Bösensell (44). Durch den eigenen 2:0-Sieg beim SV Herbern II schob sich Albachten auf Platz eins. Und das mit einem Spiel weniger. Was auch für Wacker gilt, das die eigene Chancen wahrte – zunächst aber Concordia zum Gipfelsturm verhalf.

In der Staffel 1 bleibt der VfL Wolbeck (46) das Maß aller Dinge – und GW Gelmer (41) in Lauerstellung. Das haben die Grün-Weißen dann mit der SG Telgte (40) gemein.



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