Mo., 19.06.2017

Fußball: 3. Liga Preußen wieder am Ball - Warschewski fehlt, Kara auch

Erste Worte und ein Schluck Wasser zum Geburtstag: Trainer Benno Möhlmann stellt der Mannschaft ihren Präsidenten Christoph Strässer (links) vor. Philipp Hoffmann (Bild rechts) feierte sein Wiegenfest auf dem Fußballplatz.

Erste Worte und ein Schluck Wasser zum Geburtstag: Trainer Benno Möhlmann stellt der Mannschaft ihren Präsidenten Christoph Strässer (links) vor. Philipp Hoffmann (Bild rechts) feierte sein Wiegenfest auf dem Fußballplatz. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Preußen-Präsident Christoph Strässer begrüsste den Fußball-Drittligisten beim Trainingsstart – und mit ihm rund 100 Fans. Trainer Benno Möhlmann muss auf Stürmer Tobias Warschewski verzichten, und tut das freiwillig auch bei SCP-Urgestein Mehmet Kara.

Von Alexander Heflik

Tobias Warschewski hatte einen guten Grund, nicht beim Trainingsauftakt des SCP zu erscheinen. Der 19 Jahre alte Angreifer ist seit Sonntag in Grassau und absolviert mit der U-19-Nationalelf von Trainer Frank Kramer die wichtige Trainingsmaßnahme vor der Europameisterschaft in Georgien (2. bis 15. Juli). Der zweifache Nationalspieler (ein Tor) würde, falls Kramer ihn in das Aufgebot aus 16 Feldspielern und zwei Torleuten berufen würde, nahezu in der kompletten Vorbereitung der Preußen fehlen, allerdings körperlich in bester Ver­fassung wieder zum Dienst spätestens in der letzten ­Woche vor dem Saisonstart (21. bis 23. Juli) erscheinen.

Ein anderer fehlte durchaus überraschend beim Auftakt, denn Mehmet Kara ist aussortiert. Trotz laufenden Vertrages bis Sommer 2018 spielt er keine Rolle mehr in den Planungen der sportlichen Leitung und wurde in die Reserve in der Westfalenliga abgeschoben. Kara fiel durch bei der sportlichen Bewertung.

Eine Entscheidung, die ob des eher dünnen Kaders durchaus Fragen aufwirft. Das Aufgebot ist knapp, auf der linken Seite sowieso. Kara, der Anfang Januar 2013 für 100 000 Euro vom türkischen Erstligisten Genclerbirgili Ankara kam und seitdem auf 117 Drittliga-Partien (zwölf Tore) verweisen kann, verhielt sich stets korrekt. Der Rekordspieler der Preußen (301 Einsätze) hegt trotz der Degradierung keine Abwanderungsgedanken, möglicherweise aber hofft der SCP auf eine Kehrt­wende beim Mittelfeld-Rastelli, ehe das Transferfenster schließt. Von Vereinsseite liegt kein Angebot für einen Auflösungsvertrag vor, wie es zum Beispiel bei Amaury Bischoff im Winter der Fall war.

Derweil feierte Philipp Hoffmann am Tag des Trainingsstarts seinen 25. Geburtstag. Lange war der Mittelfeldspieler verletzt, fast zehn Monate. Vier Kurz­einsätze in der Endphase der vergangenen Saison ließen ihn wieder Drittliga-Luft schnuppern. Hoffmann will an die Leistungen der Saison 2015/16 anknüpfen, als er im rechten Mittelfeld ein Aktivposten geworden war.

Dies und das

► Alterspräsident der Preußen wäre Mehmet Kara (33), der aber in die Westfalenliga zur Reserve abgeschoben wurde. Da Benjamin Schwarz (er wird im Juli 31), verletzungsbedingt ausfällt, ist Stephane Tritz mit 30 Jahren der älteste Spieler.

► Jungspunde: Mit Torwart Luis Klante (18), Tobias Warschewski (19) sowie Adrian Knüver (18) und Cyrill Akono (17) hat der SCP vier U-20-Akteure.

► Dienstältester: Simon Scherder (28) hat gerade für ein Jahr verlängert, es ist seine zwölfte Saison als Preuße.

► Drittliga-Routinier: Angreifer Tobias Rühle peilt den 200er Club an, er kommt schon auf 187 Partien in der 3. Liga, Sandrino Braun folgt mit 147 Einsätzen.

► Torjäger: Adriano Grimaldi hat 28 Treffer in Liga drei erzielt, Michele Rizzi 24 – beide benötigten dafür 105 Partien.

► Altersschnitt: Geht man vom aktuellen Alters aus, so kommt man auf einen Durchschnitt von 24,3 Jahren, würde Mehmet Kara zum Aufgebot gehören, betrüge es 24,77 Jahre. Münster wird einen der jüngsten Drittliga-Kader haben.



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