Mo., 17.07.2017

Leichtathletik: U-20-EM Klehn muss nach Bänderriss passen – Christ reist nach Rom

Tabea Christ ist die einzige Preußen-Starterin in Rom.

Tabea Christ ist die einzige Preußen-Starterin in Rom. Foto: Wolfgang Birkenstock

Münster - 

Während Weitspringerin und Sprinterin Tabea Christ sich auf die U-20-EM in Rom freut, musste ihr Teamkollege vom SC Preußen absagen. Björn-Ole Klehn hat sich zur unpassendsten Zeit einen Bänderriss zugezogen und musste die Reise stornieren.

Von Jürgen Beckgerd

Viel mehr Pech gibt es wohl nicht im Sportler-Dasein. Vier Tage vor dem Abflug zur U-20-Europameisterschaft im italienischen Grosseto muss Björn-Ole Klehn passen. Der Weitspringer vom SC Preußen Münster zog sich im Training eine schwere Verletzung zu, geht an Krücken und kommt möglicherweise sogar nicht um eine Operation herum. Der Flug von Münster/Osnabrück via München nach Rom ist storniert, der bisherige Höhepunkt in der noch jungen Karriere des Leichtathleten muss auf später verschoben werden. Trainerin Elke Bartschat wird mit Tabea Christ als nun einziger münsterischer Vertreterin nach Italien reisen.

Den 19-Jährigen, im Vorjahr deutscher U-20-Hallenmeister im Weitsprung, ereilte das schmerzhafte Missgeschick beim Sprungtraining. Bei einer Übung knickte Klehn im Fußgelenk des Schwungbeins um und wurde direkt in die Klinik gebracht. Ob es sich um einen (Teil-)Riss der Bänder handelt, der konservativ behandelt werden kann, oder die Verletzung so schwer wiegt, dass eine Operation notwendig wird, müssen weitere Untersuchungen ergeben. Die EM hätte für Klehn nicht nur ein toller Saisonabschluss sein sollen. Im Herbst wird er den SCP verlassen und in den USA ein Stipendium antreten.

Nun ruhen die münsterischen Hoffnungen auf Christ. Die 19-Jährige sprintete jüngst bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt und schaffte es im Weitsprung gar ins Finale. In Grosseto wird sie in der Sandgrube ihre internationale Feuertaufe bestehen. „Sie ist gut drauf. Ich hoffe, dass sie aus Erfurt ein Stückchen Selbstbewusstsein mitnehmen kann“, sagte Elke Bartschat kurz vor dem Abflug am Montag um 9.05 Uhr. Nach den DM in der thüringischen Landeshauptstadt wurde das Training reduziert, die Intensität aber erhöht. Der letzte Feinschliff vor der EM. In Rom werde bis zu ihrem Start am Samstagvormittag (Qualifikation um 11.20 Uhr) beziehungsweise Sonntag (Finale) jeweils morgens trainiert. „Damit sie im Rhythmus bleibt“, wie Elke Bartschat betont.



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