Do., 20.07.2017

Fußball: 3. Liga Virus lähmt die Preußen-Euphorie kurz vor dem Auftakt

Auch Tobias Rühle hat mit dem Erkältungsvirus zu kämpfen, das derzeit beim SC Preußen sein Unwesen treibt.

Auch Tobias Rühle hat mit dem Erkältungsvirus zu kämpfen, das derzeit beim SC Preußen sein Unwesen treibt.

Münster - 

Kurz vor dem Saisonstart hat der SC Preußen einen ganzen Haufen Probleme angesammelt. Sechs, sieben Spieler quälen sich mit Krankheiten herum, die meisten sind erkältet. Ob Adriano Grimaldi, Tobias Rühle, Philipp Hoffmann, Sebastian Mai oder Tobias Warschewski rechtzeitig fit werden? Offen.

Von Ansgar Griebel

Bei den Preußen geht das Virus um: Am Donnerstag hatte es sogar den Trainer erwischt – zumindest passiv. Die Krankenakten seiner Spieler haben „auf die Stimmung geschlagen“, gibt Benno Möhlmann unumwunden zu.

Fotostrecke: Der Kader für die Saison 2017/18 - Kurzporträts

Liste der Kranken, Verletzten und Angeschlagenen

„Die Euphorie ist jedenfalls weg“, so die wenig enthusiastische Botschaft 48 Stunden vor dem Saisonauftakt bei RW Erfurt. Gerade hatten auch noch Tobias Rühle und Adriano Grimaldi erste Frühboten einer Erkältung gemeldet – immerhin tragende Säulen des Preußengebildes. Sie reihten sich damit in die stattliche Liste der Kranken, Verletzten und Angeschlagenen ein, die den Trainer derzeit vielleicht nicht um den Schlaf bringen, aber allemal sichtlich beunruhigen. Sebastian Mai kann ebenfalls noch nicht frei durchatmen, Tobias Warschewski hat wegen anhaltender Magenprobleme noch keine Trainingseinheit in dieser Woche absolvieren können. Michele Rizzi ist immerhin nach überstandener Erkältung wieder ins Training eingestiegen, bei dem Ole Kittner nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk erst wieder zurückerwartet wurde. Sorgen bereitet zudem der Bänderapparat von Philipp Hoffmann. Für die Aufstellung bei der Saisonpremiere am Samstag in Erfurt allemal ein paar Fragezeichen zu viel, wie Möhlmann zugibt. „Aber wir müssen abwarten“, so der Coach, der erst nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheidet, wer um 13 Uhr im Bus nach Thüringen sitzt – oder wer sogar gegebenenfalls wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Privatwagen anreist.

Feuertaufe für Neuzugänge 

Damit könnte auch früher als erwartet die Feuertaufe für den einen oder anderen „jungen talentierten Zugang“ anstehen, mit dem sich der SCP „ergänzt“ hat. „Wie weit wir uns mit ihnen auch verstärkt haben, werden die nächsten Wochen zeigen“, so Möhlmann. Von der Qualität der Neuen ist der Trainer überzeugt, gerne würde er zum Auftakt aber auf die Arrivierten setzen. „In jedem Fall werden wir in Erfurt eine Mannschaft auf das Feld schicken können, die eine gute Chance hat.“ Die Euphorie scheint also doch in kleinen Schüben zurückzukehren, vielleicht kommt der eine oder andere Kranke noch rechtzeitig nach ...

Drei Fragen an Benno Möhlmann

Tobias Warschewski hat es am Magen, Adriano Grimaldi im Hals. Wer stürmt denn, wenn beide ausfallen?

Möhlmann: (... überlegt vergleichsweise lange) Philipp Hoffmann – wenn er fit ist.

Wer fällt denn defintiv aus?

Möhlmann: Wir warten ab. Ich werde in jedem Fall nur Spieler auf das Feld schicken, die 100-prozentig fit sind.

In der Vorbereitung gab es nur Erfolgserlebnisse, aber auch keine dicken Brocken ...

Möhlmann: Ich kann den Spielern schon deutlich machen, dass sie deswegen nicht abheben dürfen, So wie der Trainer von RW Erfurt, Stefan Krämer, auch die Niederlagen zuletzt gegen zwei Bundesligisten so erklären kann, dass das Selbstbewusstsein keinen Knick bekommt.

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