Fr., 21.07.2017

Fußball: 3. Liga Saisonstart beim SC Preußen Münster mit Bus und Kranken-Wagen

Sebastian Mai will gegen Erfurt spielen – ob er aber auch kann, muss sich kurzfristig zeigen.

Sebastian Mai will gegen Erfurt spielen – ob er aber auch kann, muss sich kurzfristig zeigen. Foto: Johannes Oetz

Münster - 

Jetzt wird es wieder ernst. Am Samstag gastiert der Tross des SC Preußen Münster zum Drittliga-Auftakt bei RW Erfurt. Zwei Fahrgemeinschaften machten sich am Freitag auf den Weg gen Thüringen.

Von Ansgar Griebel

Der SC Preußen Münster startet mit Bus und Krankenwagen in die neue Spielzeit. Am Freitag bildete das Team von Trainer Benno Möhlmann zwei Fahrgemeinschaften: Im Mannschaftsbus reisten Coach und die verbliebenen gesunden Spieler gen Erfurt, in einem Privat-Pkw folgten die vier Verdachtsfälle Sebastian Mai, Danilo Wiebe, Tobias Rühle und Adriano Grimaldi.

Eine gesundheitlich angeschlagene, aber auch ausgesprochen wertvolle Fracht für den SCP und seine Ambitionen, gleich zu Saisonbeginn den Auswärtsfluch der abgelaufenen Spielzeit abzulegen. Ganz ohne Punkte will sich Benno Möhlmann am Samstagabend nicht auf den Heimweg machen. „Da wäre es schon ganz schön, wenn die Jungs einsetzbar wären“, sagt der Trainer.

Fotostrecke: Der Kader für die Saison 2017/18 - Kurzporträts

Entscheiden wird sich das voraussichtlich erst kurz vor Spielbeginn. Der Gesundheitszustand von Grimaldi und Rühle hat sich seit Donnerstag zumindest nicht verschlechtert. Ihre Erkältungen sind in den Kinderschuhen steckengeblieben, dafür hustete Danilo Wiebe seinem Trainer etwas. „Das war ärgerlich, weil er eigentlich schon wieder fit war“, so Möhlmann.

Für die taktische Planung der Auftaktpartie ist vor allem der Zustand von Sebastian Mai von entscheidender Bedeutung. „Wenn so ein Bär nicht bei 100 Prozent ist, dann hilft er uns nicht weiter“, sagt Möhlmann, der bei der Startaufstellung keine Kompromisse eingehen will. „Ich schicke keinen Spieler auf das Feld, der nicht absolut fit ist.“

Blitzdebüt im Spieltagskader

Mai dürfte damit wohl zunächst auf der Bank Platznehmen – und damit geriete der komplette Matchplan ins Rutschen, zumal mit Simon Scherder ein weiterer Spieler sich kurz vor der Abfahrt erkältet abmelden musste. Damit steigen die ohnehin guten Aussichten von Fabian Menig, als zweiter Neuzugang neben Torhüter Nils Körber gleich in die Startformation seines neuen Clubs zu rutschen. Menig ist defensiv vielseitig einsetzbar und kann fast jede Lücke stopfen, die das Erkältungsvirus reißt – allerdings eben auch nur eine.

Der Trainer baut deswegen auf Innenverteidiger Ole Kittner, der seine Sprunggelenksverletzung rechtzeitig auskuriert hat, als Backup für Mittelstürmer Grimaldi hat Reiseleiter Möhlmann Luca Steinfeldt ein Busticket besorgt. Der Torjäger der Westfalenliga-Reserve hat zwar bereits einige Trainingseinheiten mit dem Profi-Kader absolviert, dürfte von seinem Blitzdebüt im Spieltagskader dennoch überrascht worden sein.

Steinfeldt belegt im Kader und im Bus den Platz von Jung-Nationalspieler Tobias Warschewski, der mit Magenproblemen passen musste. Für ihn war nicht einmal mehr Platz im kleinen Kranken-Wagen.

Aufstellung (ohne Gewähr): Körber – Tritz, Kittner, Schweers, Menig – Wiebe – Rühle, Rizzi, Kobylanski, Al-Hazaimeh – Grimaldi.

Fotostrecke: Das sind die Gegner von Preußen Münster



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