Di., 08.08.2017

Fußball: Westfalenpokal Preußen beim Knaller in Runde eins in Paderborn mit Schulze Niehues

Max Schulze Niehues darf sich in Paderborn wieder zeigen. Der Keeper (l.), der ohne großes eigenes Verschulden, seinen Stammplatz verloren hat, bekommt in Paderborn den Vorzug vor Nils Körber.

Max Schulze Niehues darf sich in Paderborn wieder zeigen. Der Keeper (l.), der ohne großes eigenes Verschulden, seinen Stammplatz verloren hat, bekommt in Paderborn den Vorzug vor Nils Körber. Foto: Jürgen Peperhowe

Paderborn/Münster - 

Gleich in der ersten Runde des Westfalenpokals kommt es am Mittwoch zum SCP-Duell zwischen Paderborn und Münster. Bei den Preußen steht Max Schulze Niehues, der in der Liga seinen Status als Nummer eins verloren hat, im Tor.

Von Thomas Rellmann

Ziemlich genau drei Jahre ist es her, dass der FC Bayern zu Gast an der Hammer Straße war und sich in Runde eins des DFB-Pokals mit 4:1 durchsetzte. Es war der letzte echte Festtag für den SC Preußen, ausverkauft war das Stadion danach kaum mehr.

Eine gewisse Sehnsucht nach prominenten Pflichtspielgegnern lässt sich nicht verhehlen in Münster. Doch der Weg dahin ist weit, sechs Siege sind es bis zur Zulassung. Und gleich die erste Hürde auf Westfalenebene ist die höchstmögliche.

Gastgeber ist Tabellenführer 

Beim SC Paderborn, dem aktuellen Tabellenführer der 3. Liga, starten die Münsteraner am Mittwoch (18.30 Uhr) in den Wettbewerb. „Ein bisschen unglücklich ist das schon“, sagt Trainer Benno Möhlmann. „Andererseits würden wir bis zum Ende wahrscheinlich sowieso nicht durchkommen, ohne auf einen Klassenrivalen oder einen guten Regionalligisten zu treffen. Insofern sehe ich die Sache ganz pragmatisch. Wir werden alles daransetzen, um weiterzukommen.“

Sportdirektor Malte Metzelder wird das gern hören. Denn wären die Preußen 2018 erstmals nach vier Jahren wieder im Lostopf für die 1. Hauptrunde, würde das auch seinen Spielraum auf dem Transfermarkt im nächsten Jahr deutlich vergrößern.

„Wenn wir ausscheiden, müssten wir ja schon wieder auf Rang vier hoffen“, sagt der Coach. „Und das können wir nicht einplanen.“ Wie hart die Aufgabe in der Benteler-Arena ist, muss der 63-Jährige nicht extra betonen.

Paderborn stark verbessert

Ein Blick auf die Tabelle, die der andere SCP mit zehn Zählern aus vier Partien anführt, reicht. „Es war klar, dass die Paderborner nicht mehr im letzten Drittel auftauchen und eine bessere Rolle spielt als letzte Saison. Da haben sie sich am Ende ja auch schon gut reingefuchst. Jetzt herrscht dort schon ein anderes Miteinander.“ Warnung könnten auch die Ergebnisse der vergangenen Spielzeit sein. Beide Partien verlor Münster mit 0:1.

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Zumindest hat Möhlmann die Hoffnung, dass der aktuelle Lauf des Kontrahenten die Sinne seiner Spieler etwas schärft. „Vielleicht fehlt im Hinterkopf gegen einen Viertligisten dann schon eher die letzte Bereitschaft, 100 Prozent zu geben.“ Bei diesen Worten denkt er ganz sicher auch an das 0:1 gegen den SV Rödinghausen, das im Frühjahr dieses Jahres das Pokal-Aus bedeutete.

Startaufstellung geändert

Personell sind Änderungen möglich, aber angesichts der Schwere und Wichtigkeit der Begegnung nicht im Übermaß zu erwarten, selbst wenn es das vierte Spiel innerhalb von zwölf Tagen ist. Klar ist aber, dass Max Schulze Niehues erstmals nach seiner Ablösung durch Nils Körber wieder zwischen den Pfosten steht. „Er hat sich vernünftig verhalten und ordentlich trainiert“, so der Trainer.

Mit Tobias Rühle vorne rechts dürfte wieder zu rechnen sein, vielleicht wird Lennart Stoll diesmal dahinter gebraucht, denn Stéphane Tritz leidet an einer Beckenprellung. Ein Einsatz des Franzosen ist aber nicht ausgeschlossen. „So große Unterschiede gibt es bei uns in der Qualität aber sowieso nicht“, sagt der Trainer, der auch über einen Einsatz von Tobias Warschewski – dann aber eher neben und nicht statt Adriano Grimaldi – in der Spitze nachdenkt.

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Auch Ole Kittner hat seine Blessuren überwunden und steht wieder vollständig zur Verfügung.

Preußen Münster: Schulze Niehues – Tritz, Mai, Schweers, Menig – Rühle, Wiebe, Rizzi, Kobylanski – Warschewski, Grimaldi



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