Sa., 12.08.2017

Reiten: Turnier der Sieger Brinkop verhindert Baackmanns Wiederholungstat

Nicht zu schlagen waren Kendra Claricia Brinkop und A la carte in der Qualifikation zum Großen Preis.

Nicht zu schlagen waren Kendra Claricia Brinkop und A la carte in der Qualifikation zum Großen Preis. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Qualifikation zum Großen Preis von Münster glich einer kleinen Wasserschlacht. Schon im Umlauf hatte es dauerhaft geregnet, im Stechen wurde es noch einmal ungemütlicher. Kendra Claricia Brinkop war es egal, sie verwies Jens Baackmann bei seinem Heimspiel auf Platz zwei.

Von Henner Henning

Vielleicht war es mehr als nur ein Flachs, eher eine Vorahnung, die Marcus Ehning hatte. Der Spitzenreiter, der diesmal statt in Münster im niederländischen Valkenswaard antritt, hatte im Vorfeld zu Turnierchef Hendrik Snoek gesagt: „Ihr braucht mich nicht zu vermissen, ich habe Kendra geschickt. Die macht es besser als ich.“

Und Ehning behielt Recht, seine neue Schülerin gewann die Qualifikation zum Großen Preis, in der ihr Lehrmeister im Vorjahr Zweiter wurde. Hinter Lokalmatador Jens Baackmann, der sich mit Carmen erneut weit vorne platzierte und einzig der 22-jährigen Siegerin den Vortritt lassen musste.

Brinkop hatte im 14-köpfigen Stechen im Sattel von A la carte als Erste eine Nullrunde hingelegt – und hatte dabei im feinsten münsterischen Dauerregen am ersten Hindernis gleich etwas Glück. „Da wollte ich überprüfen, ob er es kann. Und er hat seine Klasse gezeigt“, sagte Brinkop mit einem Lachen.

Aber in der Tat war ihr neunjähriger Hengst dann hellwach, mit seiner großen Galoppade und der ihm perfekt vorgebenen Linie flog er förmlich über den immer tiefer werdenden Boden. „Der Parcours lag ihm, da konnte er alles rauslassen“, erklärte Brinkop, die nach ihrer kaufmännischen Lehre beim Deutschen Olympiade-Kommittee für Reiterei zum 1. August in den Ehningschen Stall wechselte. „Nach meiner Ausbildung will ich jetzt nur noch reiten. Und dies bei Marcus Ehning zu dürfen, ist genau der richtige Ort für mich“, so Brinkop.

 

 

Lob für den Boden

Genau der richtige Ort scheint der Schlossplatz für Baackmann zu sein. Auch wenn die Wiederholung seines Vorjahressieges ausblieb, war der Zweite des Großen Preises von 2016 zufrieden. „Das ist für mich wieder ein toller Erfolg. Ich weiß, dass Carmen im Stechen schnell ist und habe es probiert. Aber ich kam nicht so gut aus zwei Wendungen und habe da Zeit liegenlassen“, meinte der Münsteraner, der in fehlerfreien 35,65 Sekunden 1,74 Sekunden langsamer war als Brinkop. Der Rückstand war auch dem aufgeweichten Untergrund geschuldet, dem Baackmann aber ein Lob aussprach. „Der Boden ist an sich gut.“

In der Regenschlacht von Münster hatte es auch Lars Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck) mit Foster ins Stechen geschafft, das er in 37,41 Sekunden ohne Abwurf als Sechster beendete. Weniger Glück hatte der in Münster beheimatete Toni Haßmann. Im Sattel von Bien-Aimee de la Lionne erlaubte er sich zwei Abwürfe – die bedeutete Rang zwölf.



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