Do., 17.08.2017

Fußball: 3. Liga Verlängert Warschewski bei den Preußen?

In jeder Lage Herr des Balls: Tobias Warschewski im Sitzfußball mit dem Bremer Leon Jensen.

In jeder Lage Herr des Balls: Tobias Warschewski im Sitzfußball mit dem Bremer Leon Jensen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Trendwende bei der Personalie Tobias Warschewski. Der 19 Jahre alte Angreifer hat dem Fußball-Drittligisten Preußen Münster signalisiert, auch in Zukunft für den SCP spielen zu wollen. SCP-Sportchef Malte Metzelder hofft auf einen langfristigen Kontrakt mit dem Angriffs-Talent.

Von Alexander Heflik

Bereits vor einiger Zeit deutet sich eine bemerkenswerte Tendenz beim SC Preußen Münster an. Der eigentlich von allen Seiten erwartete Fortgang von Sturmtalent Tobias Warschewski stand bevor. Warum? Vor allem, weil der 19 Jahre alte Angreifer sportlich zu überzeugen wusste und bereits 28 Drittliga-Einsätze mit vier Toren auf dem Kerbholz hatte. Untermalt wurde die sprunghafte Entwicklung des gebürtigen Dortmunders zudem in der U-19-Elf der Preußen (32 Spiele/15 Tore) und vier Einsätzen (zwei Tore) in der Junioren-Nationalmannschaft. Und weil junge Spieler mit Begabung in der Regel von Bundesligisten rausgekauft werden. Für die Preußen hätte das bis zur Schließung des Transferfensters eine dicke sechsstellige Ablösesumme bringen können. Rund 300 000 bis 400 000 Euro hätte der Kurs betragen. Das war gestern.

„Tobias ist offensiv auf uns zugegangen und hat das Gespräch gesucht. Der Spieler will bleiben“, erklärte SCP-Sportchef Malte Metzelder. Die Preußen, auch wenn es finanziell knapp bemessen ist aktuell, wollen den 19-Jährigen auch binden. Langfristig. Und langfristig bedeutet im Transfer-Sprech mindestens drei Jahre. Warschewski und der SCP könnten also das Jahr 2020 gemeinsam anpeilen.

Interesse geweckt

Metzelder sagt, man sei positiv gestimmt, zeitnah sollen Gespräche mit Coaches & More, der Agentur des ehemaligen Erstliga-Coaches Gerd vom Bruch, und dem Verein erfolgreich vonstatten gehen. Es wäre ein gutes Zeichen für den Fußball-Drittligisten, der am Samstag den Aufstiegsanwärter 1. FC Magdeburg erwarten wird.

„Klar ist, wenn junge Spieler als A-Junioren Spielanteile bei den Profis bekommen, dass dann Vereine aufmerksam werden. Das war aus unserer Sicht sicherlich ein schwieriger Zeitpunkt“, blickt Metzelder zurück. Doch nach den ersten meist hektischen Avancen hat Warschewski wohl erkannt, dass er sich beim Drittligisten aus Münster vermutlich bestens entwickeln kann an der Seite von Kapitän und Torjäger Adriano Grimaldi.

Keine weiterern Transfers

Warschewski könnte bleiben, aber andere Transfer wird es bei den Preußen vor Schließung des Transferfensters am 31. August nicht mehr geben. Trainer Benno Möhlmann hat das bereits pragmatisch akzeptiert. „Stand heute sind wir zu. Das Korsett ist eng“, meint Metzelder. Neue? Wohl eher nicht.

Aber Metzelder sagt, dass er in der U-19-Bundesliga beim SCP „einige spannende Spieler gesehen hat“. Aus der Not könnte eine Tugend gemacht werden.

Warschewski, der einst bei Borussia Dortmund unter dem Radar flog und von Eintracht Dortmund 2015 den Weg nach Münster fand, dürfte als Rollenmodell herhalten. Die Tür ist für Talente nicht zu, lautet die Botschaft. Adrian Knüwver (zurzeit verletzt) oder Cyrill Akono haben bereits bei Möhlmann mittrainiert. Andere Kandidaten sind davon nicht ausgeschlossen.

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