Do., 24.08.2017

Fußball: 3. Liga Flops und Volltreffer – die späten Preußen-Transfers

Der späteste aller Preußen-Transfers: Emil Atlason (v.) kam erst am 2. Februar, weil der 31. Januar auf einen Samstag fiel.

Der späteste aller Preußen-Transfers: Emil Atlason (v.) kam erst am 2. Februar, weil der 31. Januar auf einen Samstag fiel. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das Ende der Wechselperiode nähert sich. Ob der SC Preußen noch mal aktiv wird? Keineswegs sicher, aber auch nicht ausgeschlossen. Wie schlugen sich die Münsteraner in den vergangenen Jahren eigentlich auf den letzten Drücker auf dem Transfermarkt?

Von Alexander Heflik

Kommt noch ein Neuer? Ein letzter später Schuss auf der Wechselbörse? Man wird sehen. Seit 2011 spielt der SC Preußen in der 3. Liga. Seitdem hat sich der Drittligist häufiger an sogenannten Last-Minute-Transfers versucht, mit wechselhaftem Erfolg. Bis zum 31. August ist das sommerliche Transferfenster geöffnet, was bedeutet, dass noch Spieler verpflichtet werden können, obwohl die Saison bereits im vollen Gang ist. Im Winter können die Clubs in der Regel vom 1. bis 31. Januar „einkaufen“. Hier ein Blick zurück auf die Aktivitäten in den letzten Tagen der Wechselperioden im Sommer und Winter seit dem Aufstieg:►  Saison 2011/12: Im Sommer verpflichtet der SCP Radovan Vujanovic von Hansa Rostock. 26 Drittliga-Partien und drei Tore später trennen sich wieder die Wege, es passte nicht. Im Winter holt Münster mit Marco Königs von Fortuna Düsseldorf II am letzten Tag der Wechselfrist einen Stürmer. Nach 57 Partien (zwölf Tore) geht der Angreifer, an Matthew Taylor kommt er nicht vorbei. Interessant: Münster holt am 1. November Nejmeddin Daghfous vom FSV Mainz 05 II, der sich in 15 Partien beim SCP nicht durchsetzt. Später schafft er es pro­blemlos in der 2. Liga (Aalen, Sandhausen, Würzburg).►  Saison 2012/13: Richtig spät wird nur einer geholt. Ende Januar kommt Rechtsverteidiger Cüneyt Köz als Leihgabe von Dynamo Dresden, weil Kevin Schöneberg verletzt ist. Köz bleibt nur eine Halbserie. Acht Tage vorher wird die Rückholaktion von Mehmet Kara (Genclerbirligi Ankara) mit der Hilfe einer rund 150 000 Euro umfassenden Anschubhilfe perfekt gemacht.►  Saison 2013/14: Keine späten Transfers, weder im Sommer noch im Winter.►  Saison 2014/15: Im Winter greifen die Preußen drei Mal zu, Außenverteidiger Thorsten Schulz kommt am 30. Januar von Dynamo Dresden, kostet praktisch keine Leihgebühr und ist trotz Trainingsrückstands gleich Stammkraft. Erst am 2. Februar wird der Wechsel von Emil Atlason (KF Reykjavik) perfekt gemacht, der isländische U-21-Nationalspieler spielt aber keine Rolle und geht im Sommer wieder. Schulz im Übrigen auch. Etwas früher wird Aaron Berzel von Darmstadt 98 geholt. Auf dem Rasen überzeugt er selten. Nach einem Jahr ist Schluss, der Verein will den Verteidiger unbedingt loswerden, verdonnert ihn zu Einzeltraining. Später sieht man sich sogar vor Gericht wieder.►  Saison 2015/16: Im Winter gelingt den Preußen der Transferhammer, Adriano Grimaldi wird mit einem Vertrag über zweieinhalb Jahre nach Münster gelockt. Er ist nicht nur Torjäger beim SCP, sondern auch der Kapitän und Wortführer. 17 Treffer in 44 Partien sind seine Ausbeute.►  Saison 2016/17: Den Preußen steht das Wasser bis zum Hals. Im Sommer kehrt Innenverteidiger Ole Kittner nach 44-monatiger Pause auf das Spielfeld zurück. Seine Verpflichtung am 16. August 2016 wird kritisch begleitet – Kittner hat längst wieder ein Drittliga-Niveau bewiesen. Im Winter zieht sich die Verpflichtung von Martin Kobylanski hin, erst am 30. Januar ist der Transfer perfekt. Sein Vertrag läuft in Münster nun bis 2019.



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