Mi., 20.09.2017

Fußball: 3. Liga Gegen Aalen gilt für den SC Preußen: Alle zusammen gegen den Trend

Die Mauer muss springen: Sandrino Braun (von links), Martin Kobylanski, Philipp Hoffmann, Lion Schweers, Sebastian Mai und Moritz Heinrich fangen in Paderborn einen Freistoß ab.

Die Mauer muss springen: Sandrino Braun (von links), Martin Kobylanski, Philipp Hoffmann, Lion Schweers, Sebastian Mai und Moritz Heinrich fangen in Paderborn einen Freistoß ab. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Nein, richtig gut lief es für die Preußen in den vergangenen Wochen wahrlich nicht. Seit fünf Partien wartet der Drittligist auf ein Erfolgserlebnis, das er sich am Mittwoch (19 Uhr) gegen den VfR Aalen holen will. Allerdings gehen dem SCP die Stürmer aus.

Von Alexander Heflik

Bei solchen Spielen, wie es der SC Preußen Münster gegen VfR Aalen am Mittwoch (19 Uhr) im eigenen Stadion bestreitet, lohnt der Blick auf die Trainerbank besonders. Mit SCP-Coach Benno Möhlmann, der mittlerweile 852 Punktspiele als verantwortlicher Übungsleiter auf dem Buckel hat, sowie Peter Vollmann, der 575 Begegnungen an der Seitenlinie stand, verspricht es auch ein Duell der Trainer-Füchse zu werden. Mehr Erfahrung geht nicht, da wird keiner dem anderen was vormachen können.

Abstiegszone zum Greifen nah

Und beide – der 63-jährige Möhlmann etwas mehr, der 59 Jahre alte Vollmann etwas weniger – wollen den negativen Trend der vergangenen Wochen stoppen. Ein Punkt aus den letzten fünf Begegnungen ließen die Preußen auf den 14. Rang runterschlittern, die Abstiegszone ist zum Greifen nah. „Zielsetzung muss es sein, ohne großschnäuzig daherkommen zu wollen, dass wir gegen Aalen und in Jena gewinnen wollen“, fordert Trainer Möhlmann.

Eine Aktion reicht

„Aalen, das ist eine solide Mannschaft, die mit acht, neun Spielern defensiv arbeitet“, meint Möhlmann. Und fügt an: „Oft reicht eine Aktion, um Spiele zu entscheiden.“ Unausgesprochen würde das Möhlmann gerne auch für seine Mannschaft sagen können, aber schon mehrfach machte der SCP in dieser Saison aus vielen Chancen zu wenig. Zuletzt in Paderborn kassierte Münster eine 1:2-Niederlage, die Möhlmann-Elf hatte nach dem 1:0 verpasst, das zweiten – und wohl vorentscheidenden – Tor zu markieren.

Münsters Krux

Münsters Krux: Die Stürmer gehen aus. Für Tobias Warschewski (Mittelfußbruch) dürfte 2017 als Fußballjahr gegessen sein. Adriano Grimaldi (Muskelfaser-Verletzung) fällt mindestens für die englische Woche, also auch in Jena, aus. Und jetzt noch das: Tobias Rühle musste eine Prellung aus dem Paderborn-Spiel am Dienstag ärztlich behandeln lassen – Trainingsausfall im Abschlusstraining. „Aber es sollte für den Einsatz am Mittwoch reichen“, glaubt sein Trainer.

Debüt von Steinkötter denkbar

So wurde Justin Steinkötter, zuletzt vierfacher Torschütze in der U-19-Bundesliga für den SCP gegen den MSV Duisburg, mit einer Spielberechtigung ausgestattet. „Würde ich ihm einen Einsatz nicht zutrauen, stünde er nicht im Kader“, erklärt Möhlmann. Körperlich müsste Steinkötter noch zulegen, was im Übrigen auch für Tobias Warschewski gilt. Drittligatauglich wäre der 17-Jährige aber nichtsdestotrotz. Sein Debüt ist denkbar.

► Der SCP rechnet „nur“ mit 6000 bis 6500 Zuschauern.

► Münster: Körber – Tritz, Schweers, Mai, Menig – Braun, Scherder – Hoffmann, Rinderknecht, Heinrich – Rühle.



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