So., 01.10.2017

Fußball: Westfalenliga Preußen II und Stadtlohn liefern sich Nullnummer mit Esprit

Großchance für die Preußen: Mehmet Kara hebt den Ball über Stadtlohns Schlussmann Sören Stauder hinweg. Doch den Weg ins Tor findet die Kugel nicht.

Großchance für die Preußen: Mehmet Kara hebt den Ball über Stadtlohns Schlussmann Sören Stauder hinweg. Doch den Weg ins Tor findet die Kugel nicht. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Entscheidend voran kam Preußen Münster II in der Tabelle nicht durch das 0:0 gegen den SuS Stadtlohn. Doch die wehrhafte Art und Weise, wie der Gastgeber gegen den robusten Gegner auftrat, macht Hoffnung auf einen weiteren positiven Trend.

Von Thomas Austermann

Ein 0:0 mit Sternchen für sehenswerte Qualität bekam die Westfalenliga-Heimpartie von Preußen Münster II gegen den Oberliga-Absteiger SuS Stadtlohn. Die spiel- und tempostarken „Adler“ bleiben auf ihrem Kunstrasen ungeschlagen.

Für den Gast hatte Trainer Rob Reekers (51), der niederländische Ex-Profi, zum zweiten Mal das Sagen. Und wies seine robuste Truppe gleich an, den Gegner zu erschrecken durch frühes Stören und aggressive Körpersprache. Die Münsteraner gingen dem Ansatz nicht auf den Leim. Der erstmals nominierte Torwart Marko Dedovic, der den von einem Grippeanfall gepackten Stephan Tantow kurzfristig ersetzte, war direkt im Bilde gegen Versuche von Niklas Hilgemann und Mario Worms (4.). Dedovic spielte insgesamt so souverän, als sei er seit Wochen im Einsatz. „Wir wussten, dass wir uns hier keine Sorgen machen müssen“, sagte sein Trainer Sören Weinfurtner.

Dessen Elf stellte schnell den ballsicheren Nils Burchardt bei Ballbesitz zwischen die Innenverteidiger, um mit einem Aufbauspieler mehr größere Sicherheit zu erzielen. Mit der Zeit klappte das immer besser im leidenschaftlichen Abtausch, der sich keine Auszeiten nahm. Ex-Preuße Cihan Bolat hatte zwei Szenen in Stadtlohns Sturm, näher dran am Treffer war Preußen-Torjäger Luca Steinfeldt, der eine scharfe Hereingabe von Außenverteidiger Leonel Brodersen knapp verpasste (43.). Letztgenannter machte viel Wirbel und ging etliche Meter. Mit Mehmet Kara, der nach rechts rückte und ein paar sehr feine Bälle spielte, verstand er sich gut.

Kara bediente per Heber auch Steinfeldt, der den Drehschuss übers Tor jagte (55.). Der Zugriff der dominierenden Elf passte immer besser. Stadtlohn zeigte sich beeindruckt vom Gegenpressing und war auf Konter aus. Die SCP-Innenverteidiger Jannik Borgmann und Marius Mause blieben stets Herren der Lage.

„Wir haben den Ball bewegt und den Gegner beherrscht – das 0:0 finde ich nicht gerecht“, sagte Weinfurtner später, der noch mit einem Doppelwechsel Akzente setzen wollte. Dominik Voß und Nicolas Kriwet machten rechts Dampf für die inzwischen Ausgelaugten, Kriwet feuerte einmal gefährlich gen Kasten (82.). Vom Plan, alle Angriffe möglichst durchdacht bis in den Sechzehner zu Ende zu bringen, rückten die Gastgeber nicht ab. Aus der Distanz versucht es niemand gerne. „Wenn man es macht, muss die Möglichkeit gut sein und die Absicherung gegen den Konter stimmen“, sagte Weinfurtner. „Fest steht, dass wir den starken Gegner in die Bewegung gebracht haben – das muss man erst einmal erreichen.“ SCP: Dedovic – Brodersen (73. Voß), Mause, Borgmann, Benmbarek – Burchardt, Budak – Kara, Schmitz (73. Kriwet), Kerelaj – Steinfeldt



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