Mi., 04.10.2017

Rad: 12. Sparkassen-Münsterland-Giro 35 Radfahrer im Krankenhaus gelandet

Rad: 12. Sparkassen-Münsterland-Giro: 35 Radfahrer im Krankenhaus gelandet

Beim Münsterland-Giro sind die Radfahrer mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs. Stürze bleiben da nicht aus. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Massensturz und Herzinfarkt: Rund 4500 Sportler stiegen bei den Rennen des Münsterland-Giros in diesem Jahr aufs Rad, deutlich mehr als noch 2016 landeten im Krankenhaus.

Auch für die Helfer ist eine Großveranstaltung wie der Münsterland-Giro eine besondere Herausforderung. In einer gemeinsamen Pressemitteilung ziehen Feuerwehr Münster, Johanniter-Unfallhilfe, Arbeiter-Samariter-Bund Deutsches Rotes Kreuz und Malteser-Hilfsdienst Bilanz.

Insgesamt wurden 68 Radler durch die Sanitäter versorgt, im letzten Jahr waren es sieben Radler mehr: In erster Linie handelte es sich bei den Verletzungen um Abschürfungen, die durch Stürze entstanden sind. Laut Renn-Organisator Rainer Bergmann blieben Verletzungen und Ausfälle im Rahmen. 

Ins Krankenhaus mussten am Dienstag 35 Fahrer gebracht werden, berichtet die Feuerwehr. Deutlich mehr als im Vorjahr, als nur 15 Sturzopfer zur weiteren Behandlung in die Klinik mussten. 

 

Massensturz nach Jedermann-Start

Bereits beim Start der Jedermänner kam es nach etwa 300 Metern zu einem Massensturz. Hierbei verletzte sich eine Person so schwer, dass diese vom Notarzt versorgt werden musste und mit dem Rettungswagen ins nächstgelegene Krankenhaus transportiert wurde.

Bei den Profis musste Stephen Clancy (Team Novo Nordsik) nach einem Sturz mit Schulterbeschwerden in das Franziskus-Hospital eingeliefert werden. 

Auch bei den anderen Rennen kam es immer wieder zu Stürzen. Radfahrer mussten behandelt und teilweise transportiert werden.

Reanimation am Schlossplatz

Ein Radfahrer erlitt nach der Beendigung des Radrennens noch am Schlossplatz, wo sich der Zielbereich befindet, einen Herzinfarkt. Der Mann konnte jedoch vom Rettungsdienst erfolgreich reanimiert werden.

Rund 50 Kräfte waren insgesamt im Einsatz, immerhin galt es die gesamten Strecken während aller Rennen abzusichern. Unterstützt wurde die Streckensicherung durch eine Motorradstaffel der Johanniter. Zur Koordinierung der Gefahrenabwehrmaßnahmen wurde auf der Rettungswache 1 am York-Ring eine gemeinsame Einsatzleitung unter der Führung von Bernhard Wessels von der Feuerwehr Münster eingerichtet.

Der Abschnittsleiter der Johanniter-Unfallhilfe, Rüdiger Körmann, ist sehr zufrieden: „Alle Einsatzkräfte haben wirklich eine tolle Arbeit geleistet und dafür gesorgt, dass der Giro ein voller Erfolg wurde“.

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