Do., 05.10.2017

Segeln: Junioren-Bundesliga SCM-Crew ergattert noch Rang zwei beim Heimspiel auf dem Aasee

Teils heftige Winde sorgten auf dem Aasee für schwierige, aber spektakuläre Wettfahrten.

Teils heftige Winde sorgten auf dem Aasee für schwierige, aber spektakuläre Wettfahrten. Foto: SCM

Münster - 

Das war mal ordentlich was los auf dem Aasee. Zum zweiten Renntag der Deutschen Segel-Junioren-Bundesliga waren elf junge Crews nach Münster gekommen. Das Team des Gastgebers legte dabei einen bemerkenswerten Schlussspurt hin.

Es passte einfach alles. Reichlich Wind, motivierte Teams, eine erstklassige Wettfahrtleitung, ein funktionierender Landservice, ein begeisterungsfähiges Publikum – der zweite Teil der Deutschen Junioren Segel-Liga auf dem Aasee hielt alles bereit, was dazugehört.

Lob gab es in allen Punkten vom Liga-Initiator Joachim Hellmich für den Ausrichter SC Münster, aber auch für alle Teilnehmer. Passend dazu gab es ein echtes Herzschlagfinale. Das junge, aber sehr eingespielte Team der SV Wuppertal gewann, und als Zweiter zog auch das Team des Gastgebers um Steuermann Jules Tronquet, Taktikerin Vivienne Voges sowie Niklas Rutsch und Henry Fock ins Finale ein. Dritter wurde der Westfälischen Yachtclub Delecke vom Möhnesee

Ab der Mitte des zweiten Renntags legte die SCM-Crew einen Regattasieg nach dem anderen hin, auch die Zuschauer trugen dazu bei. Denn die moderne Technik der Standortbestimmung via GPS-Tracker und die Live-Tabelle machten es möglich, jeden Zwischenstand zu sehen. In den letzten beiden Rennen wurde der vorherige Zweite noch überholt – aus durchaus schwieriger Position. 0,5 Punkte gaben am Ende den Ausschlag.

Alle drei Erstplatzierten wären für den Westen für den Ligapokal in Glücksburg qualifiziert und fahren zum Finale der Junioren-Liga am 5. November nach Berlin. Die Münsteraner verzichten wegen des heimischen Aasee-Pokals der Piraten auf den ersten Wettbewerb, treten aber in Berlin an.

Die elf Crews segelten insgesamt 36 Läufe – alle halbe Stunde erfolgte ein Start. Am ersten Tag machte der böige und sehr starke Wind den Teams schwer zu schaffen. Danach gab es aber ideale Wettfahrtbedingungen.

Die gesamte Leistungsstärke der Teilnehmer war hoch und steigerte sich von Rennen zu Rennen, sodass die Felder immer enger zusammenrückten und die letzten Läufe bei moderatem Wind besonders spannend waren. Der befreundete SC Hansa Münster mit der sehr jungen Steuerfrau und Jugendtrainerin Anika Sprakel wurde etwas unter Wert geschlagen und landete auf Platz elf.

Das moderne und sehr auf die Zuschauer sowie eine passende Präsentation ausgerichtete Format des Liga-Segelns mit völlig gleichen Booten in kurzen, sehr spannenden 30-Minuten-Regatten setzt sich immer mehr durch. Diese Art des Regattasegelns erfordert durch die gestellten Boote, die Jury auf dem Motorboot und die schnellen Wechsel sowie den hohen Technikeinsatz von den gastgebenden Clubs enormes Engagement und Personaleinsatz. Der SCM verfügte über zwei eigene J70-Boote und vier aus der Heinz-Nixdorf-Stiftung. Dazu hatte der SC Sorpesee Iserlohn eines mitgebracht. Gesegelt wurde immer in Flights mit fünf oder sechs Teams. Unterm Strich lief über die drei Tage alles nach Wunsch für den Gastgeber.



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