Do., 12.10.2017

Volleyball: 1. Damen-Bundesliga Video: Bathen und Hindriksen strahlen im Interview Zuversicht aus

Die Zuspielerin: Mareike Hindriksen ist nicht nur Regisseurin des USC, sondern auch die Kapitänin. Ines Bathen (r.) ist das Urgestein des Vereins.

Die Zuspielerin: Mareike Hindriksen ist nicht nur Regisseurin des USC, sondern auch die Kapitänin. Ines Bathen (r.) ist das Urgestein des Vereins. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Am Sonntag geht es los für den USC Münster. SW Erfurt ist der erste Gast am Berg Fidel, wenn die Bundesliga beginnt. Zwei der Führungsspielerinnen äußerten sich zuvor im Interview. Mareike Hindriksen und Ines Bathen eint die Zuverischt vor dem Start.

Zehn Wochen hatten die Volleyballerinnen des USC Münster Zeit, sich auf die Bundesliga-Saison 2017/18 vorzubereiten – und sich kennenzulernen. Nicht nur der Trainer ist mit Teun Buijs neu, im Kader der Unabhängigen tummeln sich bis auf Ines Bathen und Juliane Langgemach nur Neuzugänge. Und zwar gleich elf an der Zahl, zumeist ohne große Erfahrung – denn nur vier Spielerinnen weisen Bundesliga-Erfahrung auf. Zu diesem Quartett gehören Kapitänin Mareike Hindriksen (29) und die frühere Spielführerin Bathen (27), die das junge Team führen sollen. Im Gespräch mit unseren Redaktionsmitgliedern Wilfried Sprenger und Henner Henning sprachen die beiden über die Stimmung in der Mannschaft, den Trainer und die Vorfreude auf die Saison.

Ihr Trainer Teun Buijs sagt, dass der USC bereit sei für jede Herausforderung. Teilen Sie seine Meinung?

Hindriksen: Auf jeden Fall, wir stehen in den Startlöchern und wollen, dass der Wettkampf endlich beginnt. Wir freuen uns auf den Auftakt.

Bathen: Nach der langen Vorbereitung ist es immer schön, wenn es losgeht und man sieht, wo man steht und wie man in den Wochen zuvor gearbeitet hat.

Die ersten Testspiele gingen zunächst gegen eher schwächere Teams. Wo steht denn der USC?

Bathen: Am Anfang war es für uns wichtig, dass wir gegen vermeintlich schwächere Gegner gespielt haben. So haben wir in dem neu formierten Team alle Spielpraxis und ein gutes Gefühl bekommen. Aber wir hatten ja am Ende auch starke Testgegner mit Paris oder Aachen, die Mischung hat gepasst.

Hindriksen: Wir haben uns von Woche zu Woche gesteigert. Aber man kann 100 Testspiele machen – wo wir stehen, wissen wir erst nach den ersten Bundesliga-Spielen. Es ist immer etwas anderes, vor 2000 Leuten zu spielen. Wir haben ein junges Team, das viel lernen, aber sicher auch mal Lehrgeld zahlen wird.

Teun Buijs sprach nach den ersten Tagen und Einheiten von „rauchenden Köpfen“ bei seinen Spielerinnen. Wie haben Sie die Anforderungen erlebt?

Bathen: Am Anfang gab es schon viel Input, das war nicht einfach. Teun spielt mit speziellen Systemen in Abwehr und Annahme oder im Block. Das alles zu verinnerlichen, hat gedauert, da waren wir vielleicht auch mal überfrachtet. Aber man kann die Systeme eben nicht Stück für Stück aufbauen, das musste so passieren. Und es hat, glaube ich, auch gut funktioniert.

Hindriksen: Es gab mal in einem Testspiel eine Situation, da hat er mir ein Zeichen gegeben – und ich habe einfach nicht gewusst, was er meinte. Aber Teun erklärt uns die Dinge, und jetzt haben alle verstanden, wie sein Weg aussehen soll. Es ist ein angenehmes Arbeiten. Er hat eine klare Linie, hat eine natürliche Autorität und ist ein offener Typ. Man merkt, dass er früher selber auf hohem Niveau gespielt hat.

Der Coach nimmt Sie und Lisa Thomsen (32) in die Verantwortung und sieht Sie in Führungsrollen. Was fordert er von Ihnen?

Bathen: Teun hat uns und dem Team klar mitgeteilt, was er erwartet. Wir als erfahrene Spielerinnen sollen den jungen helfen, sollen sie unterstützen. Das ist für mich eine neue Herausforderung und passt zu dem neuen Abschnitt, der vor uns liegt.

Zu dem neuen Abschnitt gehört auch die nahezu komplett neu formierte USC-Mannschaft Wie beschreiben Sie die Teamchemie?

Hindriksen: Ich habe selten eine so tolle Stimmung in einer Mannschaft erlebt. Wir haben uns in der Vorbereitung kennengelernt, auf den langen Fahrten zu den Turnieren hatten wir dazu ja auch reichlich Zeit. Aber es stimmte schon von Anfang an, zum Beispiel war die Mannschaft bei den Geburtstagen von Lena Vedder und Ines komplett da. Das kommt auch nicht immer vor.

Bathen: Das Teamgefüge ist super, wir haben gut zusammengefunden. Auch ohne ein besonderes Teambuilding, wie wir es früher schon ab und an hatten. Aber in unserer Situation waren Tests mit viel Spielpraxis wichtiger. Wir brauchten die Spiele. Wie gut das Teamgefüge ist, werden wir dann in Stresssituationen sehen.

Wer in der Mannschaft hat Sie in der Vorbereitung am meisten überrascht?

Bathen: Lena Vedder hat große Fortschritte gemacht, das hat man besonders bei den Turnieren in den letzten beiden Wochen gesehen.

Hindriksen: Man sieht bei ihr den Unterschied, dass sie einen höheren Umfang trainiert als im Vorjahr. Aber unsere Kleinen, die Küken, machen es auch sehr gut.

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