Do., 12.10.2017

Volleyball: Kommentar Im USC-Kader schlummert eine Menge Potenzial

Teun Buijs 

Teun Buijs  Foto: Gunnar A. Pier

Der USC Münster hat sich in der Saisonpause einmal mehr neu erfunden. So krass wie diesmal war der Umbruch allerdings noch nie. Ein Unterfangen nicht ohne Risiko, aber durchaus eines, das eine faire Chance verdient hat, schreibt unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger in seinem Kommentar.

Ein neuer Trainer, ein neuer Sportlicher Leiter, elf neue Spielerinnen: Der USC Münster hat in den vergangenen Jahren einige Zäsuren erlebt, die aktuelle ist vielleicht nicht die einschneidendste, in der Summe jedoch die größte.

Wohin das führen wird, ist schwierig zu beantworten. Tatsächlich hat dieser Kader Potenzial. Wie viel davon noch schlummert und wie viel Zeit es bis zur vollen Entfaltung braucht, ist ­seriös nicht abzuschätzen.

Im Oktober 2017 kommt dieser neue USC wie eine „Jugend forscht“-Gemeinschaft daher. Die Eigen­gewächse Chiara Hoenhorst, Luisa Keller und Lina Alsmeier sind Versprechen für die Zukunft, im Moment ­allerdings noch ebenso unerfahren wie Lena Vedder, die vom Zweitliga-Absteiger Sorpesee kam, oder Juliet Lohuis aus den Niederlanden. Und Roosa Laakkonen und Katja Kylmäaho, die aus der Volleyball-Provinz Finnland stammen, sowie Ivana Vanjak (zuletzt Collegespielerin in den USA) wird der Bundesligawind vermutlich auch rau um die Ohren wehen.

Wenn man so will, hat der USC aktuell mehr Begabung als Qualität. Im Spielbetrieb sollen sich Dinge nun entwickeln und Fortschritte sichtbar werden. Vor allem Lisa Thomsen (32), Mareike Hindriksen (29) und Club-Urgestein Ines Bathen (27) sind dabei Anker für die Jungen, Nationalspielerin Juliane Langgemach ist ja auch erst 22.

Talente brauchen eine Hand, die sie führt. Münsters derzeit größtes Pfund sitzt womöglich auf der Bank. Teun Buijs hat als Aktiver über 300 Länderspiele bestritten und an Olympischen Spielen teil­genommen. Als Trainer führte er den Schweriner SC 2012 und 2013 jeweils zum Double. Der Mann weiß sehr genau, wie Volleyball funktioniert. Dass dies auch auf den Vizepräsidenten Sport, Axel Büring, zutrifft, macht das Team hinter der Mannschaft gewiss nicht schwächer.  

 Wilfried Sprenger



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