Sa., 14.10.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga USC hofft gegen Erfurt auf Initialzündung

Bundesliga-Premiere für diesen neuen Block: Juliet Lohuis (r.) und Ivana Bulajic freuen sich auf das erste Heimspiel mit dem USC gegen Erfurt.

Bundesliga-Premiere für diesen neuen Block: Juliet Lohuis (r.) und Ivana Bulajic freuen sich auf das erste Heimspiel mit dem USC gegen Erfurt. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Die ersten Spiele einer neuen Saison waren für den USC Münster in den vergangenen Jahren kein Vergnügen. Seit 2013, als die VolleyStars Thüringen mit 3:2 bezwungen wurden, gab es keinen Auftaktsieg mehr. Am Sonntag ist SW Erfurt zu Gast – und der Wille ist groß, die Serie zu brechen.

Von Henner Henning

Fast auf den Tag genau vier Jahre liegt es zurück, dass der USC Münster mit einem Sieg in die neue Saison der Volleyball-Bundesliga gestartet ist. Damals, am 16. Oktober 2013, gewannen die Unabhängigen gegen die VolleyStars Thüringen aus Suhl in einem packenden Krimi mit 3:2. Danach folgten in schöner Regelmäßigkeit am ersten Spieltag Niederlagen, der VC Wiesbaden (2014/15), der Dresdner SC und auch Allianz MTV Stuttgart entführten die Punkte vom Berg Fidel. Am Sonntag (14.30 Uhr) ist die Zeit gekommen, dies gegen SW Erfurt zu ändern.

Die Chancen scheinen gut für einen erfolgreichen Start der neu formierten wie deutlich verjüngten Mannschaft, die in das Duell mit dem Team aus Thüringen mit einem kleinen psychologischen Vorteil geht. Vor Wochenfrist entschied Münster beim Turnier des VC Kanti Schaffhausen die Partie gegen SWE mit 3:0 für sich, setzte dabei gleich einmal eine Duftmarke. Doch mehr als etwas zusätzliches Selbstvertrauen zieht Trainer Teun Buijs aus der geglückten Generalprobe nicht, vielmehr hebt der Niederländer warnend den Zeigefinger. „Das 3:0 aus der Schweiz ist keine Garantie, dass es erneut gegen Erfurt klappt. Für müssen unser Bestes zeigen und taktisch gut spielen“, sagt Buijs.

Fotostrecke: USC-Kader der Saison 2017/2018

Der Konkurrent aus dem Osten der Republik erlebte im Sommer einen ähnlichen Umbruch wie der USC. Neun Spielerinnen sowie Coach Jonas Kronseder – der 29-Jährige war vor der Saison auch ein Kandidat in Münster – sind neu in Erfurt. Die US-Girls Nichol Bailey, Evyn McCoy und Emily Thater bilden nach dem deutschen Block die größte Fraktion, dazu kommen Spielerinnen aus vier weiteren Nationen. „Das Team ist auch noch auf dem Weg, sich zu finden“, sagt Buijs über den Gegner, der in der argentinischen Diagonalangreiferin Erika Mercado seine gefährlichste Option hat. „Aber wir haben ja schon gezeigt, dass wir ihr zusetzen können und Mittel gegen sie haben“, erklärt Münsters Angreiferin Ines Bathen, die nach der gelungenen Vorbereitung durchaus optimistisch vor dem Start ist. „Wir haben gut gearbeitet und sind bereit. Wie weit wir aber sind, werden wir dann in den ersten Spielen zeigen müssen. Mal sehen, wie wir als Mannschaft auf das Publikum und in Stresssituationen reagieren“, sagt die Dienstälteste in Reihen des USC.

Die Gier und der Hunger auf einen erfolgreichen Start sind zumindest groß am Berg Fidel, an dem es nach vier Jahren endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis geben soll. Dieses könnte dem jungen USC-Team Rückenwind und Selbstvertrauen geben – und vielleicht eine Initialzündung sein.



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